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Schieber auch gegen Ex-Verein wohl von der Bank

BVB

Die „Welt“ hat Julian Schieber in dieser Woche in ihrer Onlineausgabe bei den zehn größten Transferflops an Position 5 geführt. Eine Einschätzung, die daraus resultiert, dass Borussia Dortmund 5,5 Millionen Euro für einen Spieler ausgegeben hat, der nur als Joker zum Zug kommt. Im Pokal gegen Aalen hat er endlich getroffen.

DORTMUND

von Von Dirk Krampe

, 02.11.2012
Schieber auch gegen Ex-Verein wohl von der Bank

Neuntes Pflichtspiel für Borussia Dortmund, endlich das erste Tor: Julian Schieber bejubelt seinen Treffer zum 4:0 beim Pokalspiel in Aalen.

Schieber hat zum zwischenzeitlichen 4:0 getroffen, und das war deshalb ein ganz besonderer Moment für den ehemaligen Stuttgarter, weil es sein erster Pflichtspieltreffer im schwarzgelben Trikot war. Noch dazu sozusagen beim Heimatbesuch, denn Schiebers Familie wohnt ganz in der Nähe von Aalen. Auf der Tribüne hatte er deshalb an diesem Abend ganz besonders große Unterstützung.

Schieber hat im neunten Anlauf erstmals getroffen, bei einem Stammspieler hätte das wohl unweigerlich eine Diskussion über eine vermeintliche Torkrise nach sich gezogen. Schieber passt schon deshalb nicht in eine solche Schublade, weil seine Zeit zumeist erst nach der 60. Minute schlägt. Nur einmal, beim Sieg über Borussia Mönchengladbach, durfte er über die kompletten 90 Minuten ran.

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DFB-Pokal: VfR Aalen - BVB 1:4 (0:2)

Im Schongang hat Titelverteidiger Borussia Dortmund seine Dienstreise auf die Ostalb hinter sich gebracht. Durch das überzeugende 4:1 (2:0) beim Zweitliga-Neuling VfR Aalen siegte sich der Double-Gewinner der vergangenen Saison mühelos ins Achtelfinale des DFB-Pokals.
30.10.2012
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Robert Lewandowski (2.v.l.) blieb in Aalen ohne Tor.© Foto: dpa
BVB-Jubel nach dem 3:0 durch Mario Götze (verdeckt).© Foto: DeFodi
Lukasz Piszczek (l.) setzt sich gegen Daniel Buballa durch.© Foto: dpa
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (l.) und Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl hatten sich viel zu erzählen. © Foto: dpa
Ivan Perisic (l.) behauptet den Ball gegen Enrico Valentini.© Foto: DeFodi
Mats Hummels (l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Robert Lechleiter.© Foto: DeFodi
Lukasz Piszczek (l.) im Zweikampf mit Enrico Valentini.© Foto: DeFodi
Marcel Schmelzer (r.), hier im Zweikampf mit Sascha Traut, erzielte den zweiten BVB-Treffer.© Foto: DeFodi
Mario Götze bejubelt seinen Treffer zum 3:0.© Foto: DeFodi
Schlagworte BVB

Das Projekt Julian Schieber ist bei Borussia Dortmund eher langfristig angelegt – trotz der durchaus üppigen Ablöse soll der Angreifer aufgebaut werden. Es ist kein Geheimnis, dass er dann eine echte Option werden soll, wenn sich eine Einigung mit Robert Lewandowski über eine Vertragsverlängerung zerschlagen und der Pole im kommenden Sommer zum Wechselkandidaten werden sollte. Ob es soweit kommt, steht in den Sternen, bis dahin aber darf er sich in Ruhe weiterentwickeln.

Natürlich wurde Schieber am Dienstag auch auf das heutige Spiel des BVB angesprochen, auf das Duell mit seinen ehemaligen Klub Stuttgart und auf das 4:4 im Frühjahr, wo er zwei Treffer beisteuerte und auch den BVB so richtig auf sich aufmerksam machte. Ein Spiel, das sich auch bei ihm im Kopf festgesetzt hat. „Es war schon ein besonderer Abend für alle“, gibt Schieber zu, „auch am Samstag können gerne acht Tore fallen. Aber bitte die Mehrzahl diesmal für den BVB.“ Schieber brennt auf einen Einsatz von Beginn an. „Aber der Trainer muss entscheiden, ob und wie lange ich spiele“, sagte er diplomatisch. Es ist allerdings schon so, dass die Reservisten-Rolle ihm auf Dauer nicht reicht. „Wo ich spiele“, sagte er nämlich, „ist egal. Hauptsache, ich stehe auf dem Platz.“

Mit ziemlicher Sicherheit wird er allerdings auch heute zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Den Automatismus, erklärte Trainer Jürgen Klopp, dass ein Spieler in der Startelf stehe, nur weil es gegen seinen Ex-Klub geht, den gebe es bei ihm nicht. „Früher hab ich das öfter mal gemacht und bin damit nicht so gut gefahren.“ Schieber sei freilich „nah dran. Wenn er spielt, dann deshalb, weil er es sich verdient hat.“

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