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Schwarzgelber Horrorfilm

DORTMUND Borussia Dortmunds Trainer Thomas Doll (41) hatte sich eine halbe Stunde Filmmaterial zusammenschneiden lassen. Einen fußballerischen Horrorstreifen mit den schlimmsten der 17 bisher kassierten Saison-Gegentreffer.

14.10.2007
Schwarzgelber Horrorfilm

Christian Wörns: Stark in Frankfurt.

Im Publikum saßen die dafür Verantwortlichen – und das sind, wie Doll bekräftigte, eben nicht nur die Innenverteidiger. „Alle haben sich auf Christian Wörns oder Robert Kovac fixiert, aber es geht nicht, dass immer nur ein oder zwei Spieler an die Wand genagelt werden und den Kopf für die Versäumnisse anderer hinhalten müssen“, schepperte der Trainer, „ich nehme hier und jetzt alle mit ins Boot“.

Also sezierte er Szenen, in denen die Manndecker zwar schlecht aussahen, aber nur das letzte Glied in einer langen Fehlerkette waren. Szenen, in denen sie die Suppe dafür auslöffeln mussten, dass im zentralen Mittelfeld geschlafen wurde, dass Außenverteidiger nicht früh genug einrückten oder sogar messbarer Schaden aus „Fünf-gegen-drei-Situationen“ entstand . „Es ist falsch, dass alles an den Innenverteidigern liegt“, beteuert Doll, „beim besten Willen nicht.“

Ende dieser Woche soll der Aufklärungsstreifen, von dem sich der Trainer nun erhofft, dass „alles wieder besser läuft“, auch dem zuvor noch international beschäftigten Kovac präsentiert werden. Der Kroate wird für den gesperrten Wörns am Samstag (15.30 Uhr) in Leverkusen gemeinsam mit Markus Brzenska verteidigen. „Ich hoffe“, sagt Doll, „dass er den Rückenwind der Nationalmannschaft mitbringt.“>

Gespräch mit Amedick

Mit Martin Amedick, der ohne für die Öffentlichkeit ersichtlichen Grund ein wenig in der Versenkung verschwunden ist, führte Doll nach eigenen Angaben am Samstagmorgen ein „gutes Gespräch“. Offenbar mit dem Inhalt, dem derzeit vornehmlich in der Regionalliga-Vertretung der Borussia gefragten Manndecker größere Einsatzzeiten bei den Profis in Aussicht zu stellen. „Ich kann nichts versprechen“, verriet Doll, „aber Martin weiß jetzt, woran er ist. Er gibt Gas von hinten“.

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