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Schwere Zeiten für BVB II

1:3 gegen Aue

DORTMUND Borussia Dortmunds Amateure gehen schweren Zeiten entgegen. Nach dem 1:3 (1:2) gegen Aufstiegsaspirant Erzgebirge Aue rückt der Klassenerhalt für die Mannschaft von Trainer Theo Schneider in immer weitere Ferne.

von Von Dirk Krampe

, 14.04.2010
Schwere Zeiten für BVB II

Torschütze Daniel Ginczek.

Die siebte Heimniederlage bestätigte vor 1406 Zuschauern in der Roten Erde den Trend der vergangenen Wochen. „Ich verstehe nicht“, meinte Trainer Theo Schneider enttäuscht, „dass wir nach der Halbzeit unsere vorgegebene Marschroute verlassen haben.“ Gegen die mit allen Wassern gewaschenen Gäste wirkte der BVB II lange hilflos. Bei Aue hielt hinten der polnische Ex-Nationalspieler Tomasz Kos die Abwehr zusammen, offensiv wirbelten die nie zu kontrollierenden Agyemang und Curri, wie sie wollten – viel zu viel Platz ließ die BVB-Defensive den Gästen, die Innenverteidigung um Jörn Neumeister und Lasse Sobiech agierte fahrig und fahrlässig.

So fiel die Dortmunder Taktik durch das frühe 0:1 (6.), als der Ex-Borusse Bashiru Gambo am zweiten Pfosten den von Neumeister allein gelassenen Agyemang fand, wie ein Kartenhaus zusammen. Beim 0:2 klärte Sobiech den Ball nicht konsequent, Jan Hochscheidt bedankte sich mit einem trockenen Schuss ins Eck (20.). Aue dokumentierte Klasse, der BVB spielte wie ein Absteiger. Schneider sah dem hilflosen Treiben nicht länger zu und brachte mit Daniel Ginczek für den neben sich stehenden Cihan Kaptan früh eine echte zweite Spitze. Ginczek riss ein bis dahin nur reagierendes Dortmunder Team mit: Nach einer zu kurzen Abwehr eines Tyrala-Freistoßes eroberte er energisch den Ball und zog aus 18 Metern trocken ab – nur noch 1:2 (31.).

  Plötzlich schien Aue anfällig. Doch nach der Pause gab es statt des erwarteten BVB-Sturmlaufs nur unproduktives Quergeschiebe auf Seiten der Gastgeber. Aue spielte die 45 Minuten wie ein Spitzenteam herunter, legte durch den starken Skerdilaid Curri das 3:1 nach (60.) und geriet nicht mehr in Gefahr. „Aus den fünf verbleibenden Spielen“, rechnete Schneider vor, „brauchen wir nun noch drei Siege. Das ist eine Situation, wie wir sie nicht haben wollten.“