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BVB-Kombinationsspiel läuft wieder

So setzt Borussia Dortmund seine Qualitäten besser ein

DORTMUND Sicheres Kombinationsspiel setzt den Gegner unter Druck und erspart lästige Abwehrarbeit. Drei Gründe, warum Borussia Dortmund wieder ansehnlicheren Fußball spielt.

Borussia Dortmund hat in den Spielen gegen Bayer Leverkusen (4:0) und bei Werder Bremen (1:1) ein gutes Bild abgegeben. Trainer Peter Stöger spricht von „vielen Mosaiksteinchen“, die dazu beitragen, „dass wir ganz gut aussehen auf dem Platz“. In erster Linie sind es diese drei Aspekte.


1.) Passspiel: „Wir sind im Passspiel klarer“, hat Peter Stöger festgestellt. In der Variante mit nur einem zentralen Mittelfeldspieler (Julian Weigl) und einem offensiven Achter (Mario Götze) bieten sich im Spielaufbau aus der Abwehr heraus mehr Anspielstationen, die Spielzone wird weiter nach vorne verlegt.

Weil Lauf- und Passwege besser stimmen, verliert der BVB weniger Bälle. 85 Prozent Passquote (610 gespielte Pässe) in Bremen erbrachten 67 Prozent Ballbesitz - die Schwarzgelben dominierten die Partie. Gegen Leverkusen ergab sich ein ausgeglicheneres Szenario in der Statistik, doch der BVB vermied es, dem Gegner Umschaltaktionen zu ermöglichen. „Wir haben weniger Ballverluste, weniger nach hinten zu arbeiten“, so Stöger.

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2.) Bewegung: „Wir haben mehr Bewegung im Offensivspiel“, erklärt Stöger. Maximilian Philipp als vorderster Angreifer legt weite Wege zurück, Marco Reus stößt aus der tieferen Position immer wieder in die Spitze vor. Jadon Sancho als Offensiv-Triebwerk ist mit seinen unberechenbaren Dribblings ein belebendes Element, Götze gefällt mit Steilpässen und Spielverlagerungen. Gute eigene Aktionen setzen den Gegner unter Druck und befreien von lästiger Abwehrarbeit.

Stöger: „Nach hinten zu arbeiten, ist nicht unsere Lieblingsbeschäftigung und auch nicht unsere Haupt-Qualität.“ Insgesamt spielt die Borussia variabler und durchsetzungsstärker. „Wir haben es zumindest in diesen zwei Spielen geschafft, das, was wir an Körperlichkeit haben, auch so einzusetzen, dass es Sinn ergibt“, sagt Stöger. Resultat: eine starke Zweikampfquote von 58 Prozent in Bremen.


3.) Frische: Keine Englischen Wochen, wenig verletzte Spieler, erst in der Schlussphase der Saison steht dem BVB-Trainer der Kader in seiner Breite zur Verfügung. „Ein paar Spieler haben mehr Rhythmus, mehr Spielzeit, mehr Frische, da wird dann alles ein wenig einfacher“, sagt Stöger, da gehe keinem Spieler „der Saft aus“ in den zweiten 45 Minuten. Im Gegenteil: Wie in Bremen kann Dortmund in der Schlussphase noch zulegen.

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