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Stiller Debütantenball

DORTMUND Christopher Nöthe und Patrick Njambe konnten einem leid tun. Im Anschluss an ihr Startelf-Debüt in der Fußball-Bundesliga hätten sie nach dem 2:1-Arbeitssieg der Dortmunder Borussia gegen den VfL Bochum sicherlich gerne Auskunft gegeben über ihr Gefühlsleben. Über den ersten Auftritt vor 72 200 Zuschauern. Über die ersten Ballkontakte.

Stiller Debütantenball

Debütant: Christopher Nöthe (li.) steigt zum Luftduell auf.

Aber sie durften nicht. Der noch bis Ende Oktober selbst auferlegte „Boykott“ der Medien, welche die Mannschaft „angebracht und berechtigt“ (Thomas Doll) nach den Niederlagen in Berlin, gegen Hamburg und Karlsruhe kritisierten, war schuld. Dabei kam die durchdringendste Kritik doch von innen, von KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke („Das alles kotzt mich an“), Sportdirektor Michael Zorc (“Weicheier-Fußball“) und Thomas Doll („Das ist nicht ansatzweise Bundesliga-Fußball“) selbst.

Schade für die beiden 19-Jährigen, die eine ordentliche Heimpremiere feierten und sich an diesem Tag ein wenig Rampenlicht eigentlich verdient hatten. Patrick Njambe (30 Ballkontakte, 1 Torschuss), der trotz einiger Startschwierigkeiten mit unnötigen Ballverlusten insgesamt erfreulich unauffällig spielte, wurde in der 60. Minute vorzeitig ausgewechselt. Aber lediglich, weil Christian Wörns zuvor die Gelb-Rote Karte gesehen hatte und Trainer Thomas Doll mit Robert Kovac einen neuen Innenverteidiger bringen wollte.

    Christopher Nöthe (33 Ballkontakte, 1 Torschuss) machte seine Sache sogar noch ein bisschen besser, trat deutlich engagierter auf als seine Sturmkollegen Klimowicz und Valdez in den drei Spielen zuvor und verhinderte beim Stand von 1:1 kurz vor der Pause sogar den Rückstand, als er einen Schuss von Bochums Marcel Maltritz auf der Torlinie abwehrte. Dass er normalerweise nur in der Regionalliga zum Einsatz kommt, war ihm nicht anzumerken.

„Wenn er so weitermacht, hat er eine große Karriere vor sich. Er ist ein Guter“, lobte ihn Diego Klimowicz nach der Partie im VIP-Raum-Gespräch mit Stadionsprecher Norbert Dickel. Auch Thomas Doll war zufrieden mit dem Startelf-Debüt seiner Youngster: „Sie dürfen beide wiederkommen.“

      

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