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US-Magazin: BVB ist weltweit die Nummer 18

Wertvollste Fußballklubs

DORTMUND Ginge es nach dem US-Magazin Forbes, dann könnte die Geschichte der Dortmunder Europa League-Qualifikation zwischen zwei Buchdeckel gepresst werden. Die Sache ist fix. Sowas von fix, fixer geht‘s gar nicht!

von Von Sascha Fligge

, 24.04.2010
US-Magazin: BVB ist weltweit die Nummer 18

BVB-Stürmer Lucas Barrios (M.) ist seit über sechs Stunden ohne Torerfolg.

Die Experten von Forbes sind ja bekannt für ihre Listen. Die der reichsten Menschen, Manager oder Schoßhündchen der Welt. Am Freitag veröffentlichte das Magazin – sicher nach monatelanger Röntgendiagnostik aller Besitzverhältnisse – die Liste der wertvollsten Fußballklubs auf dem Planeten. Und besagte führt Borussia Dortmund mit einem Wert von 262 Millionen Euro wahlweise als Nummer 18 der Welt oder Nummer 4 in Deutschland (hinter München, Schalke, Hamburg). Vereine wie Manchester City (258 Millionen Euro) oder Newcastle United (198) lässt der BVB spielend hinter sich. So nett sich die neueste Forbes-Liste lesen mag, so sehr geht sie aber auch an der Realität vorbei. Denn als Konsequenz von nur einem Sieg aus den jüngsten sechs Auswärtsspielen rangiert Dortmund selbst in der nationalen Bundesliga mit 53 Punkten „nur“ noch auf Rang 5. Vor dem Duell beim 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr) geht die Angst um, dem BVB könne wie vor einem Jahr auf der Europa-Zielgeraden die Luft ausgehen.

Sportliche und finanzielle Planungssicherheit besteht in Dortmund nach wie vor nicht – und das behindert durchaus die Aktivitäten auf dem Transfermarkt. „Es gibt“, sagte Dortmunds KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke nach einer Verhandlungsrunde in Polen, „nach wie vor keine Einigung im Fall Robert Lewandowski.“ Der Stürmer, fünf bis sechs Millionen Euro teuer und heiß begehrt, soll die Borussen-Offensive zur neuen Saison verstärken. Samstag und für den Rest der Saison fehlt in eben dieser der zweitbeste BVB-Punktesammler, Mohamed Zidan, aufgrund eines Kreuzbandrisses. Nelson Valdez, Tamas Hajnal oder Mega-Talent Mario Götze kommen als Ersatz für die Spielregie in Frage. Gegner Nürnberg hat auf der Zidan-Position fast chronisch Probleme: Im Mittelfeld fehlt ein Ideengeber, muss die Mannschaft zu Hause das Spiel machen, wirkt sie oft hilflos und lahmt, wenn Marek Mintal nicht einen seiner seltenen Gala-Tage erwischt.

Zwölf der 29 Club-Tore in dieser Saison erzielte Albert Bunjaku. Nürnbergs Schweizer wartet nun allerdings schon seit fünf Stunden und 20 Minuten auf ein Erfolgserlebnis, Dortmunds Lucas Barrios sogar seit sechs Stunden und 13 Minuten. Eine der beiden Serien sollte nun reißen – sonst droht eine Eingruppierung in eine brandneue Liste. Die der Top-Torjäger mit der längsten Trefferflaute. K sf