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Von Nessie, Lehmann und viel Geld

DORTMUND Wenn Michael Zorc (45) über seinen Kurztrip nach London spricht, lächelt er, redet Quatsch und weiß das auch genau: „Ich war eigentlich gar nicht in England“, sagt Zorc dann: „Ich war in Schottland, am Loch Ness, und habe ein paar Fische gefangen.“

von Von Sascha Fligge

, 28.12.2007

Einer der dicksten Fische, die aus Zorcs Sicht zurzeit auf dem Profifußballer-Markt feilgeboten werden, ist zweifellos Jens Lehmann, 38 Jahre alt, deutscher Nationaltorhüter und Großverdiener vom Premier League-Klub FC Arsenal. Allerdings ist bislang nicht überliefert, ob der Ex-Borusse, der 2002 mit dem BVB Deutscher Meister geworden war, Zorc am Donnerstag auch wirklich ins Netz gegangen ist.

Gemeinsam mit Dortmunds KGaA-Boss Hans-Joachim Watzke (48, „Kein BVB-Verantwortlicher wird sich zum Thema Lehmann äußern. Das haben wir beschlossen“) war der Sportdirektor jedenfalls persönlich auf die britische Insel geflogen, um mit der deutschen Nummer 1 vor Ort zu verhandeln. Zorc hatte dafür eigens seinen Skiurlaub in Österreich unterbrochen.

Alte gleich neue Konstellation?

Ob die alte Konstellation im BVB-Tor (Lehmann/Roman Weidenfeller) bald auch die neue sein wird, dürfte zeitnah entschieden werden. Lehmann, der deutliche Gehaltseinbußen zu verzeichnen hätte, wenn er Arsenal verließe (dort verdient er mehr als 50 000 Euro pro Woche netto), hat sich nach dem Treffen mit Watzke und Zorc dem Vernehmen nach nur ein paar Tage Bedenkzeit erbeten.

„Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass bis zum Samstagabend irgendetwas passieren wird. Sollte es doch der Fall sein“, frotzelte der Sportdirektor, „melde ich mich natürlich.“ Ob aus Schottland, London, Dortmund oder Kitzbühel. Michael Zorc hat kurzfristig die Qual der Wahl.

Einen längeren Atem als im Fall Lehmann muss er offenbar im Werben um Andreas Hinkel (25, FC Sevilla) haben. Das Pokerspiel mit dem Arbeitgeber des Rechtsverteidigers hat gerade erst begonnen. Watzke sagt: „Das wird sicher noch eine Weile dauern.“

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