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Wenige BVB-Gewinner nach einer verkorksten Saison

Akanji erobert Platz in der Viererkette

Auf dem Zahnfleisch ist Borussia Dortmund in die Champions League geschlittert. Gewinner im Kader gibt es nach diesem verkorksten Jahr wenige, Verlierer einige. Wir stellen sie in unserer großen Bilanz vor.

DORTMUND

, 18.05.2018
Wenige BVB-Gewinner nach einer verkorksten Saison

Manuel Akanji benötigte nur eine kurze Eingewöhnungszeit beim BVB. © Kirchner/Inderlied

Zu den wenigen Gewinnern darf sich vor allem Manuel Akanji zählen. Dem im Winter verpflichteten Innenverteidiger gehört die Zukunft, mit seiner ruhigen, aber robusten Spielweise und seiner Vielseitigkeit eroberte er nach einer Eingewöhnungszeit einen Platz in der Dortmunder Viererkette. Typisch, dass er auch kein großes Thema daraus machte, als Peter Stöger ihn links in die Kette stellte. „Er hat gefragt, ich habe gesagt, warum nicht? Kein Problem!“

Elf Spiele, sieben Treffer

Seine Gelassenheit half auch, die Nicht-Nominierung für die Europa League zu verkraften - da der BVB zur K.o.-Runde nur eine Winterverpflichtung nachmelden durfte und Michy Batshuayi im Sturm gebraucht wurde, war Akanji, der für Basel in allen sechs Gruppenspielen in der Champions League am Ball war, gegen Bergamo und Salzburg außen vor.

Erst zur Rückrunde konnte Marco Reus seiner Mannschaft wieder helfen - wie nach vergangenen schweren Verletzungen war sein immenser Wert für dieses Team sofort wieder erkennbar. An Reus richteten sich vor allem die jungen Nebenleute auf. Reus stand elf Mal in der Liga auf dem Platz, erzielte sieben Treffer und vier Mal das wichtige 1:0. Seine Treffer sorgten für sechs Punkte auf der Habenseite.

Toprak steigert sich

Positiv kann sicher auch Maximilian Philipp auf sein erstes BVB-Jahr zurückblicken. Der Sommer-Neuzugang des SC Freiburg traf vor seiner schweren Knieverletzung sechs Mal ins Schwarze und büßte seine Treffsicherheit auch nach seiner Rückkehr nicht ein. Drei weitere Tore kamen in der Endphase der Saison noch hinzu. Philipp ist wie Akanji ein Mann mit Perspektive. Ordentlich verlief die Saison auch für Ömer Toprak, der sich nach schwierigem Beginn noch steigern konnte.

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Ein verlorenes Jahr war die Saison 2017/2018 vor allem für Sebastian Rode und Erik Durm. Rode plagte eine Schambein-Entzündung, er ließ sich dann aufgrund der anhaltenden Beschwerden im Frühjahr operieren und wird erst zur neuen Saison zurückkehren. „Die OP war unumgänglich, jetzt geht es bergauf.“ Zum Vorbereitungsstart will der Ex-Münchner „voll angreifen“.

Ohne Saisoneinsatz

Wie Rode blieb auch Durm ohne Saisoneinsatz. Auf dem Weg zurück nach einer Hüft-Operation stoppte den 26-Jährigen ein Bänderriss im Sprunggelenk, in der Reha kam ein Knochenödem hinzu. Durm sah ein Jahr lang nur Physiotheapeuten statt Mitspieler. Im vergangegen Sommer platzte ein geplanter Wechsel zum VfB Stuttgart, bessere Perspektiven wird er bei seiner Rückkehr kaum vorfinden.

Aus dem aktiven Kader muss vor allem Julian Weigl die Saison 17/18 als klaren Rückschritt betrachten. Weigl war unter Thomas Tuchel zum viel beachteten Newcomer aufgestiegen, nicht nur die erste schwere Verletzung seiner Karriere (Bruch des Sprunggelenks) bremste ihn dann aus. Er fremdelte auch mit dem System des Tuchel-Nachfolgers Peter Bosz. Weigl verlor seinen Stammplatz, deutete aber alte Klasse an, als Peter Stöger ihn wieder als alleinigen Sechser aufbot.

In bekannter Gesellschaft

Auf der Seite der Verlierer ist Weigl allerdings in bekannter Gesellschaft. Andre Schürrle, Raphael Guerreiro, Marcel Schmelzer, Mahmoud Dahoud, Mario Götze, Alexander Isak - die Liste der Spieler, die eine enttäuschende Saison hinter sich haben, ist lang und mit dieser Aufzählung sicher nicht komplett. Platz vier war da wohl das Maximum, was herauszuholen war.

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