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Werder prüft Kringe-Transfer

DORTMUND In der amerikanischen Basketball-Liga NBA wird jedes Jahr der wertvollste Spieler gekürt. Wenn es eine solche Wahl auch in der Fußball-Bundesliga gäbe, wäre er sicher einer der Nominierten: Florian Kringe (25).

von Von Sascha Fligge

, 08.11.2007
Werder prüft Kringe-Transfer

Mit Volldampf voraus. Florian Kringe in der Westfalenpark-Bahn.

Unsere Zeitung erfuhr: Unter anderem beschäftigt sich Werder Bremen intensiv mit dem Thema Kringe. Der Champions League-Vertreter überprüft gerade, ob der Ablösefreie das Zeug hat, die Mittelfeldspieler Jurica Vranjes und/oder Daniel Jensen sportlich zu verdrängen. Kringe, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, sagt zwar: „Dortmund ist mein erster Ansprechpartner.“ Aber er will auch endlich eine sportliche Heimat auf dem Rasen finden: „Ich helfe gerne mal aus, doch das ständige Rotieren wie in der Vergangenheit ist auf Dauer nicht förderlich für meine Entwicklung.“

Kringe und seine Flexibilität (die ihm sogar schon eine Anfrage der Bayern einbrachte). Fluch und Segen zugleich. Beim BVB spielte er beide Außenverteidigerpositionen und kommt in einer Mittelfeld-Raute für die linke und die rechte Halbposition in Betracht. In elf Saisonspielen hat der einstige „Chancentod“ drei Tore erzielt und ein weiteres direkt vorbereitet. Er ist zwar nicht der antrittsschnellste, aber mutig, aggressiv, geht Eins-gegen-Eins, kommt zum Abschluss.

Feinschliff in Köln

„Wir wollen ihn über den 30. Juni 2008 hinaus halten, sind in Gesprächen mit Florian und seinem Berater Thomas Kroth“, sagt Sportdirektor Michael Zorc. Im Kader der chronisch Enttäuschenden (Platz 12, 14 Punkte) ist Kringe zurzeit eine von wenigen Ausnahmen.

      Der 25-Jährige lernte im BVB-Nachwuchs, holte sich seinen Feinschliff zwischen 2002 und 2004 beim 1. FC Köln, kehrte danach ins Ruhrgebiet zurück und ist seitdem der gemeinsame Nenner aller Trainer, unter denen er arbeitete. Bert van Marwijk sagte: „Florian ist auf der rechten Abwehrseite ein kommender Nationalspieler.“ Jürgen Röber meinte: „Auf einen wie Kringe würde ich niemals verzichten.“ Und nach anfänglichen Dissonanzen schätzt ihn nun auch Thomas Doll.

Das Poker-Duell um den Allrounder beginnt in diesen Tagen. Der BVB hat bereits durchblicken lassen, dass er sich strecken will, um Kringe zu halten. Borussias Profi sagt nur: „Zu Angeboten anderer Vereine äußere ich mich nicht. Da muss man jetzt vorsichtig sein.“

    

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