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Wo ist die Torgefährlichkeit?

AHLEN Samstag durfte sich Theo Schneider beim Studium der Regionalliga-Ergebnisse entspannt zurücklehnen. Nicht unerwartet zogen zwar mit ihren klaren Siegen RW Essen und RW Oberhausen am BVB II vorbei, der nun als Achter ins spielfreie Wochenende geht. Aber das 1:1 der Borussen im Ahlener Wersestadion hielt zumindest einen direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn auf Distanz.

Wo ist die Torgefährlichkeit?

Spielt sich zu selten Chancen heraus: Lars Ricken.

Schneider konnte vor allem mit den ersten 45 Minuten zufrieden sein. „Da waren wir sehr präsent“, lobte Borussias Coach. Christian Wück, Ahlens Trainer, sah gar eine Dortmunder Elf, „die uns phasenweise an die Wand gespielt hat.“ Schneider zog ganz leicht die Augenbrauen hoch bei diesen Worten, denn die Überlegenheit des BVB spiegelte sich zur Pause nicht in einer Vielzahl an klaren Chancen wider. „Das bleibt unser Manko“, erkannte Schneider bekannte Defizite. „Wenn wir da ein 1:0 oder 2:0 vorlegen, kann das die Vorentscheidung sein.“

Reaktion gezeigt

Später im Spiel legte Rot-Weiß zwar seine anfängliche Lethargie ab, aber Dortmund bewies Reife, als Ahlens Druck in die 1:0-Führung mündete und eine Reaktion der Gäste gefordert war. Die unübersehbare Entwicklung, die der BVB als Mannschaft hinter sich hat, ist durch den deutlich besseren Tabellenplatz als vor zwölf Monaten dokumentiert. Vor allem defensiv in der Innenverteidigung steht Schneiders Elf auch dank eines abgeklärt spielenden Martin Amedick sicher. Doch so ganz ohne Sorgenkinder steht der BVB II nicht da. David Vrzogic auf links in der Kette hatte nicht zum ersten Mal unübersehbare Schwierigkeiten und trug eine Mitschuld am 0:1, als er Kevin Großkreutz entwischen ließ. Und Offensivmann Sebastian Hille wirkte in Ahlen spürbar blockiert – wohl ein Kopfproblem beim Torjäger a.D.: „Er ist einer, der sich selbst immer enorm unter Druck setzt“, sagt Schneider.

Zu selten in Tornähe

Auch Lars Ricken hängt seit einigen Wochen durch. Der Schnellste mit Ball wird der 31-Jährige im Herbst seiner Karriere sicher nicht mehr, das verlangt Schneider auch nicht von seinem Kapitän. Aber Ricken schafft es derzeit auch mit seiner Routine und spielerischen Klasse nicht, sich vor dem gegnerischen Tor aussichtsreich in Position zu bringen. In der Rückrunde der vergangenen Serie profitierte der BVB von der Torgefährlichkeit der Profi-Leihgabe – die aber ist Ricken derzeit beinahe gänzlich abhanden gekommen. Dabei könnte der BVB die Tore seines Regisseurs gut gebrauchen. 

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