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Betonknacker gegen defensivstarke Berliner gesucht

Schalke ohne Burgstaller gegen Hertha

Eine Gelbsperre für Torjäger Guido Burgstaller wirbelt die Schalker Offensivplanung gegen Berlin durcheinander. Aber Alternativen stehen bereit, um die Ausgangsposition für die internationalan Plätze zu sichern.

Gelsenkirchen

, 02.03.2018
Betonknacker gegen defensivstarke Berliner gesucht

Nach der Sperre für Guido Burgstaller dürfte Breel Embolo (M.) im Schalker Sturm gesetzt sein. © dpa

Muss diese eigentlich positive Statistik dem FC Schalke 04 jetzt Sorgen machen? Noch nie verloren die Königsblauen ein Bundesligaspiel, wenn Guido Burgstaller ins Schwarze getroffen hat. Elf Siege und drei Unentschieden lautet die fast makellose Bilanz. Doch am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC wird der Österreicher nicht treffen können. Schalkes bester Torschütze (acht Treffer und vier Torvorlagen) muss eine Gelbsperre absitzen.

Ärger über fünfte Gelbe Karte

Seine fünfte Gelbe Karte in Leverkusen ärgerte den 28-Jährigen noch lange Zeit nach dem Abpfiff. „Die Gelbe Karte tat mir weh, weil es keine Gelbe Karte war. Das war kein Foul“, schimpfte Burgstaller über die Entscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert, dem er „fehlendes Fingerspitzengefühl“ attestierte. Wahrscheinlich lag er mit seiner Einschätzung nicht ganz weit daneben: Siebert hatte kurz zuvor dem Leverkusener Dominik Kohl die Gelb-Rote Karte gezeigt - möglich, dass er für einen gewissen „Ausgleich“ sorgen wollte.

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Doch ändern konnte Burgstaller daran nichts mehr. Deshalb muss sich Trainer Domenico Tedesco für das Heimspiel gegen Hertha im Schalker Angriff etwas überlegen. Dabei sind genügend personelle Möglichkeiten vorhanden.

Di Santo im Sturmzentrum?

Eine Möglichkeit, die auf der Hand liegt, wäre Franco Di Santo neben Breel Embolo ins Sturmzentrum zu befördern. Dort hat Di Santo viele Jahre gespielt, ehe ihn Tedesco in den vergangenen Partien etwas zurückgezogener agieren ließ. Dort kam der Argentinier mit seiner ausgeprägten Laufleidenschaft gut zurecht. „Wo ich spiele, ist nicht so wichtig. Hauptsache, ich kann der Mannschaft helfen“, sagt der 28-Jährige.

Sollten Di Santo und Embolo an vorderster Front stürmen, wäre Amine Harit der geeignete Spieler, der hinter den beiden Spitzen die Offensive mit ankurbeln könnte. Denn Angriffspower werden die Königsblauen benötigen, weil die Hertha gerade in ihren Auswärtsspielen zuletzt Beton anmischte. Das bekamen zuletzt Bayer Leverkusen (0:2) und sogar die Bayern (0:0) zu spüren.

Harit sorgt für Belebung

Zuletzt gönnte Tedesco dem 20-jährigen Harit einige Verschnaufpausen. Er sollte nach den vielen Einsätzen der vergangenen Wochen einmal durchschnaufen. In Leverkusen sorgte der Marokkaner aber nach seiner Einwechslung für eine deutliche Belebung des Schalker Angriffsspiels: Viele Konter liefen über den schnellen, dribbelstarken Spieler, dem vor dem Tor allerdings noch die Ruhe fehlt. Durchschnaufen musste auch Marko Pjaca, aber eher notgedrungen, weil der Stürmer wegen leichter Knieprobleme zuletzt etwas kürzertreten musste. In Leverkusen gehörte Pjaca wieder zum Kader, gegen die Hertha hofft er auf einen Einsatz.

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Schalke will mit einem Heimerfolg gegen die Berliner den dritten Sieg in Serie landen, um die gute Ausgangsposition für einen internationalen Startplatz zu festigen. Das wird auf einem neuen Rasen geschehen, das alte Geläuf wurde in den vergangenen Tagen ausgewechselt. Trainer Domenico Tedesco persönlich hatte sich dafür eingesetzt: Ihm war der alte Rasen zu rutschig.

Testspiel in Kaliningrad abgesagt
Eigentlich sollte Schalke 04 am 22. März mit einem Testspiel beim russischen Zweitligisten FK Baltika Kaliningrad das WM-Stadion in Kaliningrad einweihen. Daraus wird nichts: Wegen der seit Wochen anhaltenden arktischen Temperaturen wurde das Spiel abgesagt. Das russische Sportministerium hatte entschieden, in keinem WM-Stadion Fußballspiele vor dem 11. April durchzuführen.
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