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Bordon denkt an Abschied - Klärendes Gespräch mit Magath

Angebot aus Athen

GELSENKIRCHEN Auf dem Trainingsgelände der Königsblauen war am Mittwoch weniger der spannende Zweikampf um die Schale mit dem FC Bayern München das beherrschende Thema, sondern immer noch die Verpflichtung von Christoph Metzelder. Im Fokus stand dabei aber auch Marcelo Bordon.

von Von Frank Leszinski

, 28.04.2010
Bordon denkt an Abschied - Klärendes Gespräch mit Magath

Ungewisse Zukunft: Schalke-Verteidiger Marcelo Bordon (l.).

Die meisten Anhänger äußerten sich skeptisch. Auch der Brasilianer Bordon konnte dieser Personalie nicht ausweichen. „Konkurrenz ist immer gut“, sagte er kurz und knapp. Freude über diesen Transfer hört sich anders an. Bordon hat trotz seiner 34 Jahre eine glänzende Saison gespielt, die ihm viele so nicht mehr zugetraut hatten. Er hat einen kompromisslosen Abwehrchef gegeben, der unter Trainer Felix Magath seinen „zweiten Frühling“ erlebt hat.

Schalke stellt nach 32 Spieltagen mit nur 29 Gegentoren zusammen mit den Bayern die bisher beste Abwehr der Bundesliga. Ohne Zweifel auch ein Verdienst von Bordon. Doch der Brasilianer hatte schon im vergangenen Jahr verkündet, dass er seinen Vertrag (läuft bis 2011) nicht erfüllen und schon 2010 in seine brasilianische Heimat zurückkehren wolle.   Zwischenzeitlich wollte Bordon davon nichts mehr wissen, doch am Mittwoch deuteten seine Worte wieder eher auf Abschied hin. „Felix Magath und ich werden uns in den nächsten Tagen darüber unterhalten, ob ich bleibe oder nicht“, sagte der 34-Jährige: „Egal, wie die Entscheidung ausfällt, ich werde sie akzeptieren.“ Nach der Verpflichtung von Metzelder scheint der Innenverteidiger um seinen Stammplatz in der Schalker Mannschaft zu fürchten. „Ich würde gerne bleiben, muss aber wissen, wie Schalke plant. Wenn ich gehen muss, wäre das auch okay für mich. Wenn wir deutscher Meister würden, wäre es auch ein optimaler Zeitpunkt für mich“, sagte Bordon.

Neben Schalke wäre ein Wechsel zu Panathinaikos Athen ebenfalls eine Option. „Ich habe von dem Interesse der Griechen gehört“, bestätigt Bordon. Doch zunächst will sich der Brasilianer ganz auf die letzten beiden Bundesligaspiele konzentrieren. „Im Fußball weiß man nie, aber wir haben nur geringe Chancen auf den Titelgewinn. Wie gut die Bayern drauf sind, haben sie in Lyon gezeigt. Solch eine Leistung gibtviel Selbstvertrauen. Deshalb wird es der VfL Bochum schwer haben.“ Bordon hält jedoch nicht viel davon, nur auf die Bayern zu gucken. „Wir müssen erst einmal unsere eigenen Spiele gewinnen. Alles andere müssen wir abwarten.“