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"Das schlimmste, was ich je erlebt habe"

Christian Pander über seine Leidenszeit

GELSENKIRCHEN Christian Pander strahlt. Und das liegt nicht nur am schönen Frühlingswetter. Nach acht Monaten Verletzungspause ist der Verteidiger ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Im Interview lässt der 26-Jährige seine Leidenszeit Revue passieren.

von Interview: Frank Leszinski

, 07.04.2010
"Das schlimmste, was ich je erlebt habe"

Schalkes Christian Pander ist zurück im Mannschaftstraining.

Es ist ein geiles Gefühl, endlich wieder im Mannschaftstraining dabei zu sein. Momentan bin ich völlig beschwerdefrei. Ich hoffe, dass dieser Zustand nun sehr lange anhält. Denn gesund zu bleiben, das ist für mich jetzt erst einmal die Hauptsache.

Da habe ich mir schon nach 16 Minuten eine Innenbandverletzung zugezogen. Danach war ich jedoch guter Dinge, die Vorbereitung unter dem neuen Trainer Felix Magath aufnehmen zu können.

Nach einem Torschuss spürte ich plötzlich wieder Schmerzen. Damals hatten wir ja noch guten Rasen (lachend). Danach begann für mich eine ganz schlimme Zeit, denn die Ärzte hielten eine Operation für notwendig. Die Zeit zwischen Verletzung und Operation waren für mich die Hölle. Das war das Schlimmste, was ich in meiner Karriere erlebt habe.

Weil ich nicht wusste, ob ich meine Karriere fortsetzen kann. Nach der Operation in Augsburg haben sich Fortschritte nur sehr langsam eingestellt. Diese Zeit war teilweise sehr zermürbend. Zehn Wochen musste ich erst einmal eine Schiene tragen, auch eine völlig neue Erfahrung für mich.

Beides. Sicher war ich zu ungeduldig. Unter Felix Magath ist die Situation im Vergleich von den Vorjahren eine andere, weil er mir gesagt hat, dass ich mich komplett auskurieren soll.

Ja. Der war sogar recht intensiv, weil ich meine Reha größtenteils im medicos absolviert habe. Ich war sogar bei den Mannschaftsbesprechungen dabei. Das hat mir sehr geholfen.

Sagen wir so: Ich weiß nicht, ob ich nach den vielen Zwangspausen noch einmal die Kraft habe, wieder zurück zu kommen, sollte ich mich erneut verletzen.

Das wäre ein Traum für mich. Aber mein wichtigstes Ziel bleibt kerngesund die Vorbereitung auf die neue Saison aufzunehmen.

Nach der verkorksten letzten Saison bin ich sehr überrascht, wie gut es bei uns läuft. Wenn mir jemand vor Saisonbeginn gesagt hätte, dass Schalke fünf Spiele vor Saisonende auf Platz zwei der Tabelle steht, hätte ich das sofort unterschrieben. Aber Felix Magath ist ja dafür bekannt, dass er aus seinen Teams alles heraus holt.