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Ein Torjäger mit vielen Stärken

Klaas-Jan Huntelaar

Er ließ sich nicht viel anmerken, außer dem ständigen Lächeln, das sich auf seinem Gesicht andeutete. Klaas-Jan Huntelaar genoss die zahlreichen Interviews, die er nach dem Schalker 2:1 (1:1)-Erfolg in Hamburg geben musste.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 03.10.2011
Ein Torjäger mit vielen Stärken

Klaas-Jan Huntelaar ist derzeit richtig gut drauf. Sieben Tore hat der Niederländer in der Liga bereits erzielt

Denn der Niederländer präsentierte sich in absoluter Top-Form und traf gleich doppelt. Huntelaar erhöhte sein Torekonto in der Bundesliga bereits auf sieben Treffer. Einschließlich der Treffer in DFB-Pokal und Europa-League hat der 28-Jährige in 13 Pflichtspielen bereits 15 Mal geknipst. Seine Erfolgsgeheimnisse sind:

  • Selbstvertrauen: Der Saisonauftakt verlief für den Schalker Mittelstürmer nach Maß. Vier Tore im ersten Pflichtspiel, auch wenn der Gegner mit dem FC Teningen nur ein Landesligist war, taten seinem Selbstvertrauen gut. „In dieser Saison will ich in der Bundesliga zweistellig treffen,“ steckte sich Huntelaar danach sofort ein hohes Ziel, das er problemlos zu erreichen scheint. Und auch der Mannschaft traut er in dieser Saison viel zu: „Wir haben das Potenzial, in der Bundesliga unter die ersten Vier zu kommen.“
  • Fitness: In seinem ersten Schalke-Jahr startete der Angreifer zwar gut in die Saison, doch dann geriet er in eine Torkrise und fiel zudem lange Zeit verletzt aus. Jetzt präsentiert sich Huntelaar in seinem zweiten Schalke-Jahr topfit. Auch, weil er die gesamte Vorbereitungszeit durchtrainieren konnte.
  • Spielweise: Der Niederländer hat sich spieltechnisch umgestellt. Er wartet im Sturmzentrum nicht mehr nur auf die Bälle, sondern geht selbst weite Wege und verrichtet sogar Defensivarbeit. Bezeichnend für den „neuen“ Huntelaar war sein Siegtreffer in Hamburg. Da hatte sich der 28-Jährige zunächst im Mittelfeld den Ball erkämpft, Christian Fuchs auf der linken Seite bedient und dessen Flanke sehenswert mit der Hacke verwandelt.
  • Trainer: Auch wenn Huub Stevens erst das zweite Pflichtspiel nach seiner Rückkehr als Trainer für Schalke absolvierte, gibt dessen Verpflichtung Huntelaar zusätzlichen Rückenwind. „Wir spielen jetzt noch mehr nach vorne. Außerdem ist es Huub Stevens gelungen, sein Selbstbewusstsein in Ansprachen auf die Mannschaft zu übertragen“, so Huntelaar.
  • Ehrgeiz: Für Huntelaar stehen jetzt zwei Länderspiele mit den Niederlanden im Rahmen der Europameisterschafts-Qualifikation gegen Moldawien und Schweden auf dem Programm. Obwohl die „Elftal“ bereits für die EM qualifiziert ist, strotzt Huntelaar voller Tatendrang: „Ich will spielen und immer gewinnen.“