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Hao Junmin ist in der Liga angekommen

Nach Startschwierigkeiten

GELSENKIRCHEN „Kompakt“ kann er schon auf Deutsch sagen – das Wort fällt jedenfalls häufig, wenn Hao Junmin über den Unterschied zwischen chinesischem und deutschem Fußball spricht. Hier spiele man viel enger, sagt er, und schneller. „Kompakt“ kann er schon auf Deutsch sagen – das Wort fällt jedenfalls häufig, wenn Hao Junmin über den Unterschied zwischen chinesischem und deutschem Fußball spricht. Hier spiele man viel enger, sagt er, und schneller.

von Von Matthias Heselmann

, 14.04.2010
Hao Junmin ist in der Liga angekommen

Seit Jahresbeginn im blau-weißen Trikot: Junmin Hao (M.).

Nach nur zwei Monaten scheint der Chinese auf Schalke angekommen zu sein. Zumindest fußballerisch – sprachlich ist Hao natürlich nach wie vor auf die Dienste einer Dolmetscherin angewiesen. Aber irgendwie kommt er zurecht – das bestätigt auch sein Mannschaftskollege Christoph Moritz. „Mit Händen und Füßen“, so Moritz, würde man sich verständigen – zumindest in der Kabine. Auf dem Platz klappt die Kommunikation sogar schon auf Deutsch – Kommandos wie „rechts“ oder „links“ gehören inzwischen zum festen Wortschatz des 23-jährigen Chinesen. Und für Taktikbegriffe gab es sogar eine Privatstunde mit Felix Magath und einem Dolmetscher – seitdem weiß Hao, wovon bei Taktikbesprechungen vor den Spielen die Rede ist.

Seit Ende Januar ist Hao ein Schalker – und seit dieser Zeit hat der Chinese eine erstaunliche Entwicklung gemacht. Hieß es bei seiner Verpflichtung zunächst noch, Hao sei ein Perspektivspieler, der die ersten Monate in Deutschland zunächst noch dazu nutzen solle, sich an die raue Luft in der Bundesliga zu gewöhnen, so kann man schon nach zwei Monaten sagen, dass der 23-Jährige Fuß gefasst hat im Team. Regelmäßig gehört er zum Kader, gegen Hannover 96 bestritt er sein erstes Pflichtspiel von Beginn an – und gehörte beim desolaten Auftritt der Schalker Mannschaft noch zu den Besten im Team. Allzuviele Gedanken über seine guten Fortschritte macht er sich aber nicht. „So weit überlege ich gar nicht. Ich versuche, bei jedem Training alles zu geben und die Anweisungen von Trainer Felix Magath genau zu befolgen“, so Hao.

In der kommenden Woche bekommt er zusätzliche Unterstützung: Seine Eltern kommen nach Deutschland – Hao hofft, sie spätestens zum Heimspiel gegen Bremen durch die Arena führen zu können. In China hat sein Engagement beim FC Schalke dazu beigetragen, dass den Reportern des chinesischen Sportsenders CCTV der Name „Gelsenkirchen“ ein bisschen leichter über die Lippen kommt: Seit Hao das blaue Trikot trägt, werden die Spiele der Schalker in der Regel live und in voller Länge übertragen.