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Rückrundenvorbereitung

Königsblaue Freunde der Sonne im Trainingslager

Benidorm Ohne Nationalspieler Leon Goretzka haben die Fußballprofis des FC Schalke 04 im Trainingslager in Benidorm ihre erste gemeinsame Einheit absolviert. Der 22-Jährige ist dennoch das beherrschende Thema vor Ort. Selbst Schalkes Kapitän Ralf Fährmann nach sich seinen Teamkollegen zur Brust.

Königsblaue Freunde der Sonne im Trainingslager

Die Schalker Profis absolvierten am Dienstag ihre erste gemeinsame Einheit. Nicht dabei war Leon Goretzka, der individuell trainierte. Foto: dpa

22 Grad Lufttemperatur und strahlender Sonnenschein am 2. Januar: Wer sich jemals die Frage gestellt haben sollte, warum Bundesligisten in der Winterpause in den Süden reisen, der findet diese Frage in Benidorm beantwortet.

Zwei wichtige Kriterien

Der Ort an sich ist zwar nicht unbedingt eine Schönheit: Die Bausünden der 60er-Jahre in Form von hässlichen Hochhäusern stören beim Blick vom Mannschaftshotel aufs Mittelmeer, aber für Schalkes Sportdirektor Axel Schuster gibt es bei der Wahl eines Ortes für ein Trainingslager ohnehin zwei Kriterien, die wichtiger sind: „Das Essen und der Zustand des Trainingsplatzes - das muss passen.“ Und da Schalke jetzt schon im zweiten Jahr in Folge im Hotel „Meliá Villaitana“ gastiert, darf man davon ausgehen, dass die Bedingungen in dieser Hinsicht stimmen.

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Am Dienstag um 10 Uhr bat Trainer Domenico Tedesco seine Jungs zur ersten Trainingseinheit auf den hoteleigenen Platz. Mit dabei war auch Leon Goretzka, zu dessen Zukunft nach dieser Saison es immer noch keine offizielle Aussage gibt - weder von ihm, noch von Schalke 04. Für seinen Kapitän Ralf Fährmann ist das kein Problem: „Für uns spielt das Thema mannschaftsintern keine Rolle“, sagt der Torwart. Goretzka habe versprochen, der Mannschaft beziehungsweise dem Verein seine Entscheidung zuerst mitzuteilen - das sei aber noch nicht geschehen.

Fährmann nutzt Einfluss als Kapitän

Ein wenig habe Fährmann seinen Einfluss als Kapitän und „Schalker Urgestein“ allerdings schon genutzt. „Wir hatten vor einiger Zeit einmal ein Gespräch über das Thema“, sagt Fährmann - was genau dort besprochen wurde, will der Keeper aber nicht verraten. „Ich habe ihm gesagt, wie ich seine Situation sehe - es war ein sehr schönes Gespräch“, so Fährmann.

Auch für Trainer Domenico Tedesco spielt das Rätselraten um die Zukunft Goretzkas aktuell keine Rolle. „Die Situation ist für uns unverändert, die Spekulationen gab es ja immer schon“, so Tedesco. „Er ist ein wichtiger Spieler, wir sind froh, dass er wieder fit ist. Jetzt freuen wir uns auf die Rückrunde.“

Goretzkas Belastung soll gesteigert werden

Goretzka absolvierte am Dienstag gemeinsam mit Naldo und Pablo Insua lediglich eine Laufeinheit - seine Belastung soll im Laufe der Woche kontinuierlich gesteigert werden. Vor Weihnachten hatte er bekanntlich wegen einer knöchernen Stressreaktion im Unterschenkel einige Spiele pausieren müssen, außerdem wurden ihm zuletzt noch die Weisheitszähne gezogen. Ende der Woche soll der Mittelfeldspieler dann wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Für einen Einsatz im Testspiel am Sonntag gegen KRC Genk werde es aber wohl nicht reichen, so Tedesco.

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Das gilt nicht für Nabil Bentaleb: Der Algerier, der wegen einer Schambeinentzündung ebenfalls länger pausieren musste, trainiert wieder voll mit und ist auch für das Testspiel am Sonntag eine Option.

Heidel Mittwoch erwartet

Schalke-Manager Christian Heidel wird erst am Mittwoch in Benidorm erwartet. Gespannt darf man sein, ob er alleine nach Spanien kommt oder ob er einen Neuzugang im Gepäck hat. Zu den Namen, die zuletzt durch die Gerüchteküche waberten, gehörte der des Kroaten Marko Pjaca, derzeit in Diensten von Juventus Turin. Angeblich sei der italienische Verein an einem Leihgeschäft interessiert.

Sportdirektor Axel Schuster hielt den Ball allerdings flach. „Er gehört zu einer großen Zahl von Spielern, mit denen wir uns beschäftigen“, sagte Schuster. „Allerdings gibt es durchaus Leute, bei denen wir weiter sind.“ Dazu kommt, dass der 22-jährige Linksaußen maximal bis zum Saisonende, ohne Kaufoption ausgeliehen werden könne. Schalke-Manager Christian Heidel hatte zuletzt immer betont, dass der Verein nur dann auf dem Transfermarkt aktiv werden wolle, wenn es sportlich Sinn ergäbe.

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