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„Kräfte bündeln“ für den Endspurt

Schalke in Hannover

GELSENKIRCHEN Erfolgsrezepte soll man nicht ändern. Also greift Felix Magath in der Endphase der Meisterschaft auf eine Maßnahme zurück, die er schon beim VfL Wolfsburg mit großem Erfolg anwendete: Ein Kurzzeittrainingslager soll die Konzentration auf das Wesentliche lenken.

von Von Frank Leszinski

, 08.04.2010
„Kräfte bündeln“ für den Endspurt

Wollen in Hannover wieder jubeln: Kevin Kuranyi (l.) und Jefferson Farfan.

„Kräfte bündeln“ nannte Magath am Donnerstag die Entscheidung, sich schon am Mittag auf den Weg in Richtung Hannover zu begeben. Das habe jedoch nichts mit der Niederlage gegen die Bayern am vergangenen Wochenende zu tun, versicherte der Schalke-Trainer: „Wir wären auch nach einem Sieg gegen die Bayern ins Trainingslager gefahren, um das Maximale aus der Saison heraus zu holen.“ Das Maximale? Bläst Magath jetzt doch noch zur Attacke auf den Spitzenreiter Bayern München? Gibt der 56-Jährige sein Understatement im Titelkampf auf? Nein, so weit ist es (noch) nicht. Magath: „Unser Ziel ist ein Champions-League-Platz.“ Dass die Bayern sich für das Halbfinale in diesem Wettbewerb qualifiziert haben, bewertet Magath nicht nur als gute Sache für den deutschen Fußball, sondern auch für Bayerns nächsten Gegner Leverkusen: „Bayer hat gute Chancen, gegen die Münchner zu punkten, weil der internationale Wettbewerb doch sehr viel Konzentration erfordert.“

Sollte das eintreten, würde auch Schalke bei einem Erfolgsfall in Hannover davon profitieren. Doch die Partie beim Abstiegskandidaten wird laut Magath für die Königsblauen keinesfalls ein Selbstläufer: „Nach einer schwachen Phase zu Beginn der Rückrunde hat sich Hannover gefangen. Das 0:0 in Hamburg hat gezeigt, dass sie sich längst noch nicht aufgegeben und einen neuen Geist in die Mannschaft reingekriegt haben.“ Die beste Defensive der Liga muss in Hannover auf ihren Chef verzichten: Marcelo Bordon ist bekanntlich gesperrt. Deshalb dürften Benedikt Höwedes und Heiko Westermann in der Innenverteidigung zum Zug kommen. Auf der rechten Außenbahn ist der Einsatz von Rafinha noch fraglich. Der Brasilianer kletterte zwar mit in den Mannschaftsbus, aber wegen einer Grippe fehlte er bis Mitte der Woche bei allen Trainingseinheiten.

Benedikt Höwedes erwartet in Hannover einen defensiv eingestellten Gegner: „Ich habe ihr letztes Spiel in Hamburg verfolgt. Da haben sie sich mit Mann und Maus hinten reingestellt. Wir müssen die spielerischen Mittel finden, um solch ein Abwehrbollwerk zu knacken.“ Doch ein Spiel selbst zu gestalten, damit hat sich die junge Schalker Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf sehr schwer getan. Höwedes bleibt dennoch optimistisch: „Wir wissen, was wir können.“

  • Erfolgreich: Die deutsche U20-Nationalelf hat ihr Freundschaftsspiel im Rahmen der Internationalen Spielrunde gegen Italien mit 4:0 für sich entschieden. Am Erfolg der deutschen Youngster waren auch die Schalker Danny Latza, Christoph Moritz und Mohamed Amsif beteiligt. Latza erzielte zwei Tore.
  • Libuda: Am 14. April stehen in der Veltins-Arena Geschichten rund um den legendären Stan Libuda im Mittelpunkt. Getreu dem Motto der Veranstaltungsreihe: „90 Minuten – ein Abend unter Schalkern“. Anpfiff ist um 19.04 Uhr im „Tibulsky“, der über das Schalke-Museum (Treppenhaus 12) erreichbar ist. Eintritt: 5 Euro.