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Levan Kobiashvili freut sich auf das Wiedersehen

Emotionales Wiedersehen

GELSENKIRCHEN Sein Wechsel in der Winterpause vom FC Schalke 04 zu Hertha BSC ging schnell und leise über die Bühne. Und entsprach ganz dem Naturell von Levan Kobiashvili. Denn der Georgier ist alles andere als ein „Lautsprecher“, dem nie in den Sinn käme, die Bühne Bundesliga für eigene Zwecke und Ziele zu instrumentalisieren.

von Von Frank Leszinski

, 20.04.2010
Levan Kobiashvili freut sich auf das Wiedersehen

Levan Kobiashvili (l.) trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub Schalke.

So kommt auch kein böses Wort über den FC Schalke 04 über seine Lippen. „Warum auch? Ich habe sechseinhalb Jahre auf Schalke eine ganz tolle Zeit erlebt, für die ich dankbar bin“, betont der 32-Jährige im Gespräch. Er selbst habe in der Winterpause die Initiative ergriffen und einen Wechsel nach Berlin forciert. Kobiashvili: „Ich wollte unbedingt spielen. Mit 32 Jahren habe ich mich noch zu jung gefühlt, um nur noch auf der Ersatzbank oder der Tribüne zu sitzen.“ In Berlin hat er ein neues sportliches Zuhause gefunden und fühlt sich dort mit seiner Familie wohl. „Hier gibt es hervorragende Rahmenbedingungen für Fußballer. Deshalb wäre es ein großer Rückschlag für den Verein und die Stadt, wenn Hertha absteigen würde“, betont der Georgier, wohlwissend, das die Chancen auf den Klassenerhalt bei fünf Punkten Rückstand zu einem Relegationsplatz äußerst gering sind. „In der Hinrunde haben wir zu wenig Punkte geholt. Doch danach fragt im Abstiegsfall keiner mehr“, sagt Kobiashvili.

Zwei Siege müsse die Hertha mindestens aus den letzten drei Spielen holen. Weil die Gegner nach Schalke aber Leverkusen und Bayern heißen ein wohl unmögliches Unterfangen. Einen Abstieg – mit dem SC Freiburg – hat Kobiashvili in seiner Karriere bisher schon hinter sich. „Aber ich denke weiter positiv“, betont der 32-Jährige, der in zwölf Jahren über 300 Bundesligaspiele bestritten hat und nur zu gut weiß, was im Fußball alles passieren kann. Sein Vertrag in Berlin gilt übrigens nur für die Bundesliga. Gut möglich also, dass der Georgier sich in drei Wochen nach einem neuen Club umsehen muss. „Am liebsten würde ich weiter in der Bundesliga spielen. Dort macht es mir am meisten Spaß“, betont Kobiashvili, der dem FC Schalke 04 im Meisterkampf die Daumen drückt. „Denn die Schalker Erfolge sind kein Zufall. Sie haben einen hervorragenden Trainerstab und sind für mich in dieser Saison die beste Mannschaft der Bundesliga“, sagt der Georgier. Nur am kommenden Samstag wird er natürlich alles für die Hertha geben, um die drei Punkte in Berlin zu behalten. Und alles andere wäre bei dem untadeligen Fußballer Levan Kobiashvili auch höchst verwunderlich.