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Knipser mit Engelsgesicht

Pukki gibt sich bescheiden - Ohrfeige für Marica

GELSENKIRCHEN Bereits als er das erste Mal auf Schalke trainierte, waren sie zu hören: Die lang gezogenen „Pukkiiii“-Rufe, mit denen die Fans deutlich machten, wie sehr sie den Neuzugang aus Helsinki mögen. Seit Sonntag ist die Beziehung zwischen Teemu Pukki und dem Schalker Anhang noch enger geworden, denn mit seinen zwei Toren beim 2:2 in Hannover hat der junge Stürmer auch sportlich ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.

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Pukki gibt sich bescheiden - Ohrfeige für Marica

Teemu Pukki könnte nach dem Ausfall von Farfan nachrücken.

Dass der 21-Jährige auf die Begeisterungsstürme in der Schalker Kurve nach dem Spielende verlegen reagierte, machte ihn für viele noch sympathischer. „Ich war zu schüchtern, deshalb habe ich mich nicht in die Nähe unserer Fans getraut“, erklärte der Knipser mit dem Engelsgesicht, der jedoch mit einem Killerinstinkt im Strafraum ausgestattet ist, dass den Hannoveranern Hören und Sehen verging.

Angst und Schrecken hatte Pukki auch beim FC Schalke 04 verbreitet, als ihm in den Qualifikationsspielen für die Europa League Ende August alle drei Tore für HJK Helsinki gelangen. Schalke reagierte sofort und nahm den Stürmer für 1,5 Millionen Euro bis 2014 unter Vertrag. Doch nach dem Wechsel hatte der Finne erst einmal damit zu kämpfen, sich an die Anforderungen in der Bundesliga zu gewöhnen.Im Training machte der Stürmer bisweilen einen sehr unauffälligen Eindruck. Doch Trainer Huub Stevens erkannte die Qualitäten des Finnen und gab ihm in Hannover die Chance, erstmals von Beginn an aufzulaufen. „Er sollte den Hannoveraner Spielern mit seiner Schnelligkeit entwischen. Das hat geklappt“, konnte sich Stevens zurecht auch ein bisschen selbst loben für seinen unerwarteten Schachzug.

Gleichzeitig war sein Vertrauen in die Fähigkeiten von Pukki auch eine schallende Ohrfeige für Ciprian Marica. Ihn nennt Stevens zwar liebevoll „Cipi“, doch der rumänische Nationalspieler bekam die Quittung für seine bisher schwachen Auftritte im Schalker Trikot und saß 87 Minuten nur auf der Ersatzbank. Dieses Dasein droht Teemu Pukki allerdings auch schon beim nächsten Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg, sollte Klaas-Jan Huntelaar bis dahin die Folgen seines Nasenbeinbruchs überwunden haben. Davon ist auszugehen, denn Huntelaar will schon am kommenden Freitag mit der niederländischen Nationalmannschaft gegen die Schweiz wieder spielen.

„Klaas-Jan ist völlig zu Recht gesetzt, wenn er zurückkommt. Aber ich möchte natürlich so viel wie möglich spielen“, sagt Pukki, der sich im Sturmzentrum am wohlsten fühlt, aber notfalls auch auf die Außenbahn ausweichen würde, um sich der übermächtigen internen Konkurrenz zu entziehen.

Fußball-Bundesliga: Hannover 96 - FC Schalke 04

Hannovers Trainer Mirko Slomka (l) und Schalkes Trainer Huub Stevens begrüßen sich vor dem Spiel in der Arena.
Jan Schlaudraff (2.v.l) und Kyriakos Papadopoulos (l) kämpfen um den Ball.
Pukki bejubelt seinen Treffer zum 1:0.
Teemu Pukki (2.v.l) bejubelt seinen Treffer zum 0:1 gegen Hannover 96.
Schalker Jubel nach dem 0:1.
Mohammed Abdellaoue (M) und Jefferson Farfan im Zweikampf.
Sergio Pinto (l) und Julian Draxler im Duell.
Sergio Pinto (r) und Raul im Laufduell.
Die Spieler von Hannover 96 bejubeln das Eigentor des Schalker Papadopoulos zum 1:1.
Mohammed Abdellaoue (l) und Jan Schlaudraff bejubeln das Eigentor des Schalkers Papadopoulos  zum 1:1.
Spieler Mohammed Abdellaoue (m) bejubelt seinen Treffer zum 2:1 gegen den FC Schalke 04.
Mohammed Abdellaoue (l) im Jubel mit Sergio Pinto.
Teemu Pukki (r) bejubelt seinen Treffer zum 2:2 gegen Hannover 96, mit Julian Draxler (M) und Raul.

Schalke ist sein zweiter Versuch, außerhalb seiner finnischen Heimat sportlich Fuß zu fassen. Beim FC Sevilla ging es 2009 schief, Pukki blieb nur ein Stammplatz auf der Ersatzbank und kehrte frustriert in seine finnische Heimat zurück. Das will er sich in Schalke an der Seite seines Idols Raul ersparen. Die Partie in Hannover war ein erster Schritt auf diesem Weg.

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