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Sonntag in Hannover

Schalke bangt um Huntelaar

GELSENKIRCHEN Für Uwe Schwanz verlief der Freitag nicht so wie geplant. Der Orthopädie-Techniker aus Gelsenkirchen-Buer wurde schon in aller Frühe zum FC Schalke 04 gerufen. Sein Auftrag: Eine Spezialmaske für Klaas-Jan Huntelaar anfertigen.

Schalke bangt um Huntelaar

Das tat weh: Klaas-Jan Huntelaar zog sich im Europa League-Spiel gegen Larnaca beim Zusammenprall mit Mitspieler Joel Matip einen Nasenbeinbruch zu.

Der Schalker Mittelstürmer hatte sich beim kümmerlichen 0:0 in der Europa League gegen AEK Larnaca einen Nasenbeinbruch zugezogen und war noch in der Nacht zum Freitag im Knappschafts-Krankenhaus in Recklinghausen operiert worden. Huntelaar klagte über „höllische Schmerzen“.

Es passte zur erschreckend schwachen Leistung der Königsblauen, dass ausgerechnet Mannschaftskamerad Joel Matip unbeabsichtigt per Ellbogencheck für die schwere Verletzung von Huntelaar verantwortlich war. „Ich habe Joel gefragt: „Du willst doch nicht im Angriff bleiben?“, sagte Trainer Huub Stevens Freitag mit einem Augenzwinkern. Das war es aber auch schon in Sachen guter Laune beim Niederländer, der seine Spieler vor dem Training am Freitag „kurz und knackig“ (O-Ton-Stevens) zusammengestaucht hatte. Denn die Gastgeber präsentierten sich gegen Larnaca in so schwacher Verfassung, dass bei Manager Horst Heldt die „Euro-Angst“ umgeht.

„Wir machen uns das Leben in der Europa League unnötig schwer und sind selbst schuld. Die restlichen zwei Spiele werden kein Selbstläufer, kein Zuckerschlecken. Wir müssen aufpassen, dass wir kurz vor Weihnachten nicht dastehen und uns fragen: Wie bescheuert sind wir eigentlich, dass wir unsere gute Ausgangsposition noch aus der Hand gegeben haben?“, betonte Heldt.Dass Trainer Stevens seine Mannschaft im Vergleich zum Hoffenheim-Spiel auf fünf Positionen verändert hatte, mochte Heldt nicht als Erklärung für die schwache Leistung anführen: „Die Mannschaft, die gespielt hat, muss Larnaca schlagen. Das ist unser Anspruch.“ Der nicht erfüllt wurde, weil Spieler wie Jurado oder Marica restlos enttäuschten.

Stevens war stinksauer: „Ich habe nur Spieler aufgestellt, die frisch waren. Wer gegen Larnaca spielt, der muss eine andere Leistung bringen.“ Einziger Schalker Lichtblick war am Donnerstagabend Torhüter Lars Unnerstall, der auf Drängen der Fans nach Spielende sogar eine einsame Ehrenrunde lief und mit Sprechchören gefeiert wurde. Bei aller Freude über die eigene Leistung warnte der junge Schlussmann seine Mitspieler: „Wenn wir so in Hannover auftreten, werden wir aus der Arena geschossen.“ Damit das nicht passiert, versucht Schalke alles, um Huntelaar bis zum Sonntag (15.30 Uhr) für das Spiel gegen den zweiten Europa-League-Starter aus der Bundesliga fit zu bekommen. Am Samstag soll der Mittelstürmer mit der Spezialmaske einen Trainingsversuch in Gelsenkirchen unternehmen.

Huub Stevens hofft danach auf grünes Licht, denn mit 21 Toren in 19 Pflichtspielen ist der 28-jährige Huntelaar für Schalke quasi unverzichtbar. Stevens: „Wir werden mit 19 Spielern nach Hannover fahren. Ob Klaas-Jan spielen kann, werden wir kurz vorher entscheiden.“ 

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