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Pjaca träumt von WM-Teilnahme

Schalker Stürmer macht Trainer Tedesco glücklich

Gelsenkirchen Marko Pjaca erzielte gegen Hertha BSC in seinem fünften Spiel bereits den zweiten Treffer. Der Stürmer arbeitet intensiv daran, mehr und mehr Einsatzzeiten bei Schalke zu bekommen. Ob er über das Saisonende hinaus bleibt, ist offen.

Schalker Stürmer macht Trainer Tedesco glücklich

Marko Pjaca freut sich mit Breel Embolo (l.) über den Führungstreffer gegen Hertha. Foto: dpa

Marko Pjaca weiß, was er will. Die Initiative, sich in der Winterpause von Juventus Turin zum FC Schalke 04 ausleihen zu lassen, ging vom Stürmer aus. „Ich muss so viel Spielzeit wie möglich bekommen, um nach meinem Kreuzbandriss wieder zu Kraft zu kommen. Nach acht Monaten Pause ist es wichtig, den Spielrhythmus zu finden“, betonte der 22-Jährige im „Schalker Kreisel“.

WM-Teilnahme im Hinterkopf

Deshalb setzte der kroatische Nationalspieler alles in Bewegung, um in der Bundesliga zu spielen. Im Hinterkopf hat Pjaca dabei seine WM-Teilnahme in Russland. Dort will der Angreifer unbedingt dabei sein.

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Dass ihm in seinem fünften Bundesligaspiel beim 1:0-Heimerfolg gegen Hertha BSC bereits sein zweites Tor gelang, gibt Pjaca zusätzliches Selbstvertrauen. Am 19. Spieltag war ihm gegen Hannover 96 sein erstes Bundesligator gelungen, ebenfalls zum 1:0, ehe die Niedersachsen in der Schlussphase noch ausgleichen konnten.

Tedesco froh über Verpflichtung

„Die erste Halbzeit war nach meiner Meinung die beste, seit ich hier bin“, sagte der Stürmer, der Mitte der zweiten Halbzeit das Feld räumen musste. „Seine Kraft reicht noch nicht für ein ganzes Spiel, weil er lange verletzt war. Aber wir sind froh, dass Marko da ist. Er kann uns helfen“, lobte Trainer Domenico Tedesco seinen Winterneuzugang.

Pjaca stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Der Vater war Ringer, die sportliche Liebe seiner Mutter gehörte dem Judosport. „Mein Vater ist auch mein größter Kritiker“, verriet Pjaca, der nur zehn Minuten von der Arena entfernt eine Wohnung gefunden hat.

Pjaca holt sich bei Höwedes Rat

Bevor er sich für den Wechsel zu den Königsblauen entschied, holte er sich Rat von Schalkes Weltmeister Benedikt Höwedes ein, der bekanntlich an „Juve“ ausgeliehen wurde. Pjaca: „Er hat die ganzen Pluspunkte aufgelistet: diesen besonderen Verein, das unglaubliche Stadion, die wahnsinnigen Fans.“

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Im Vergleich zu seinen Offensivkollegen Guido Burgstaller, Breel Embolo oder Franco Di Santo ist Pjaca ein anderer Stürmertyp. Nach starkem Beginn gegen die Berliner tauchte er danach ein bisschen unter, ehe er nach 37 Minuten zur Stelle war und das Tor des Tages markierte.

Anderer Spielertyp

Burgstaller und Co. leisten dagegen auch viel Defensivarbeit und laufen die gegnerischen Verteidiger sehr früh an, um deren Aufbauspiel nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Doch um erfolgreich sein zu können, betont Tedesco, seien unterschiedliche Spielertypen „gut und wichtig“, um sich auf die jeweiligen Spielstile der Gegner einstellen zu können.

„Marko hat seine Stärken ganz klar in der Offensive. Da muss man auch ein paar Abstriche machen“, sagte Tedesco, der außerdem anführte, dass der Kroate nach seiner schweren Kreuzbandverletzung bei erhöhten Belastungen noch leichte Knieprobleme habe. Tedesco: „Das ist nichts dramatisches. Marko ist aktuell in der Verfassung, wie wir es erwartet haben.“

Leihvertrag endet am Saisonende

Pjaca will nun weiter intensiv daran arbeiten, um bald auch über 90 Minuten spielen zu können. Sein Leihvertrag endet am Saisonende. Bis dahin wird sich Schalke Gedanken machen, ob es Pjaca halten kann und will.

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