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12,2 Millionen Euro Minus

Warum S04 trotzdem zu den umsatzstärksten Vereinen zählt

Gelsenkirchen Der FC Schalke 04 hat seine Geschäftszahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Nachdem es 2015 und 2016 Umsatz- und Gewinnrekorde gab, scheinen die fetten Jahre vorbei. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Konzerngeschäftsbericht.

Warum S04 trotzdem zu den umsatzstärksten Vereinen zählt

Schalkes Finanz-Vorstand Peter Peters sieht trotz der Verluste eine stabile Basis. Foto: imago

Warum weist die Bilanz von 2017 ein Minus von 12,2 Millionen Euro aus?

Diese Entwicklung kommt nicht überraschend und war von Finanzvorstand Peter Peters schon bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen 2017 prognostiziert worden. Der Jahresfehlbetrag hat mehrere Gründe. Erstens konnten die Königsblauen wesentlich geringere Transferüberschüsse als im Vorjahr verzeichnen. 2016 waren es sogar 50,6 Millionen Euro, wozu wesentlich der Wechsel von Leroy Sané zu Manchester City beitrug, ein Jahr später sind es nur 12,6 Millionen Euro. Zweitens beeinflussten die Trainerentlassung von Markus Weinzierl und seinem Stab sowie weitere Kaderveränderungen die Finanzbilanz. Und drittens schlug das Verpassen eines internationalen Wettbewerbs negativ zu Buche.

Warum stiegen die Verbindlichkeiten von 195 Mio. Euro (2016) auf 210 Mio. Euro (2017)?

Schalke setzt die Modernisierung und Erweiterung auf dem Vereinsgelände am Berger Feld fort. In einem ersten Bauabschnitt wurden 25 Millionen Euro investiert, der zweite Teil hat ein Investitionsvolumen von 75 Millionen Euro. Diese Summen werden fremdfinanziert.

Warum bleibt Schalke mit einem Umsatz von 240,1 Millionen Euro (Vorjahr: 265,1) trotzdem unter den Top 3 der umsatzstärksten Vereine der Bundesliga?

Es gab Zuwächse in allen operativen Geschäftsbereichen. Vor allem profitierte Schalke vom neuen Fernsehvertrag. Die Erlöse aus medialen Verwertungsrechten wurden um 5,0 Millionen Euro auf 81,2 Millionen Euro gesteigert. Moderate Zuwächse gab es auch im Merchandising (um 1,1 Mio. Euro auf 16,3 Mio. Euro), Catering (um 1,3 Mio. Euro auf 12,8 Mio. Euro) und Sponsoring (um 500.000 Euro auf 70,9 Mio. Euro).

Wie bewertet Finanzvorstand Peter Peters die finanzielle Entwicklung des FC Schalke 04?

„Schalke bleibt eine größere Nummer. Der Verein hat bewiesen, dass er in der Lage ist, ein Jahr ohne internationalen Wettbewerb zu verkraften. Das Wachstum in allen operativen Bereichen im Geschäftsjahr 2017 ist ein starkes Signal für die künftige Entwicklung des Vereins. Legt man einen Fünfjahreszeitraum zugrunde, haben wir durchschnittlich zehn Millionen Euro pro Jahr Gewinn gemacht.“

Gelsenkirchen Sportlich läuft es beim FC Schalke in dieser Saison wieder rund. Finanziell hat der Revierklub durch das Verpassen des Europapokals ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach dem Rekordergebnis 2016 weist der Klub 2017 einen Fehlbetrag von 12,2 Millionen Euro aus.mehr...

Wann sind alle Bankverbindlichkeiten für die Veltins-Arena getilgt?

Die letzte Rate wird Anfang 2019 abbezahlt. Das Stadion war 2001 eröffnet worden und gilt als eine der modernsten Multifunktionsarenen in Europa. „Das ist ein riesiger Schritt, wir haben dann das Projekt erfolgreich abgeschlossen“, so Peters. Das Stadion kostete rund 260 Millionen Euro.

Wie hoch sind die Personalkosten für den Profikader?

Diese sind gegenüber dem Vorjahr (80 Mio. Euro) noch einmal gestiegen und betrugen 92 Millionen Euro.

Welche Zahlen erwartet Peters für 2018?

Der Finanzvorstand rechnet in diesem Jahr mit einem einstelligen Millionengewinn und mit steigenden Umsatzerlösen von 240,1 auf 257,7 Millionen Euro. Dabei wird unterstellt, dass die Qualifikation für die Europa League erreicht wird und es mehr Geld aus der Zentralvermarktung gibt.

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