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Zehn Gründe für eine Vertragsverlängerung

Kevin Kuranyi

GELSENKIRCHEN Geht er oder bleibt er? Die sportliche Zukunft von Kevin Kuranyi ist seit Wochen ein Dauerthema rund um den FC Schalke 04. Damit dem Mittelstürmer die Entscheidung leichter fällt, geben wir ihm zehn Gründe an die Hand, warum er seinen Vertrag bei Schalke verlängern sollte.

von Von Frank Leszinski

, 19.04.2010
Zehn Gründe für eine Vertragsverlängerung

Die sportliche Zukunft von Kevin Kuranyi (l.) ist völlig offen.

Kuranyi ist ein Spieler, der gute Leistungen vor allem dann abruft, wenn er sich wohl fühlt und die Rahmenbedingungen stimmen. Das ist auf Schalke der Fall. Kuranyi kennt den Club seit fünf Jahren, schätzt das professionelle Umfeld und hat zu allen Mitspielern einen guten Draht. Das sind ideale Voraussetzungen, um weiter Höchstleistungen zu bringen. Warum also in die Ferne schweifen?

Schalke wird in der kommenden Saison mit großer Wahrscheinlichkeit in der Champions League spielen. Das ist für jeden Fußballer der maximale Anreiz. Also kann sich Kuranyi auch auf der internationalen Fußball-Bühne präsentieren und sich mit Schalke mit den besten Clubs der Welt messen. Was will er mehr?

Früher oft ausgepfiffen, hat sich Kuranyi mittlerweile bei den eigenen Anhängern viel Kredit erarbeitet. Dass die Fans Kuranyi auch mit Sprechchören feiern, wenn er nur durchschnittliche Leistungen abliefert, dürfte den 28-Jährigen besonders freuen. Bei einem anderen Club müsste er sich diesen Status erst mühsam erarbeiten.

In kaum einer Liga der Welt ist das Publikumsinteresse so groß wie in der Bundesliga. Fast jedes Spiel in der Veltins-Arena ist ausverkauft und damit nicht nur für Kuranyi eine zusätzliche Motivationsspritze. Sollte er dagegen zum Beispiel zu Juventus Turin wechseln, müsste Kuranyi damit rechnen, auch öfters nur vor 10 000 Zuschauern zu spielen. Die von dem 28-Jährigen geliebte „Gänsehaut-Atmosphäre“ in einem vollen Stadion kann dann er vergessen.

Der „Meistermacher“ wird Kuranyi technisch zwar kaum noch besser machen, aber er hat ihn konditionell so weit gebracht, dass der Mittelstürmer bisher so viel Tore wie noch nie in der Bundesliga erzielt hat. Kuranyi weiß wie Magath tickt – und profitiert enorm von der intensiven Trainingsarbeit. Im Falle eines Vereinswechsels muss Kuranyi sich auf einen neuen Trainer einstellen, was viele Unwägbarkeiten mit sich bringen kann.

Kuranyi ist erst vor kurzem von Moers nach Buer gezogen. Dort fühlt sich die Familie wohl, der Weg zum Training könnte kürzer kaum sein und Kuranyi kann zwischen den Trainingseinheiten mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen.

Bleibt Kuranyi in der Bundesliga, steht er mehr im Fokus des Bundestrainers als bei einem ausländischen Club. Die Beispiele sind Legion, wo Nationalspieler im Ausland scheiterten und auch schnell ihre Nationalmannschaftsambitionen begraben mussten. Doch Kuranyi hat nie einen Hehl gemacht, wie gern er in die Nationalelf zurückkehren würde.

Auf Schalke kennt Kuranyi die meisten Medienvertreter und ist bei ihnen beliebt, weil er sich auch nach Niederlagen stellt. In Italien müsste der 28-Jährige beispielsweise damit rechnen, dass Geschichten um seine Person auch „erfunden“ werden. Italienische Medien sind da wenig zimperlich. Ob Kevin Kuranyi so etwas seiner Familie zumuten will?

Auch wenn Clubs wie Juventus Turin oder Dynamo Moskau mehr „Kohle“ bieten würden, mit einem neuen Vertrag „auf Schalke“ würde Kuranyi sicher nicht am Hungertuch nagen. Damit würde er auch der Verantwortung gegenüber seiner Familie gerecht – auch wenn sein Berater Roger Wittmann (natürlich ganz uneigennützig) etwas anderes behauptet.

Gerade ein Wechsel ins Ausland verursacht hohe Umzugskosten und viel Stress. Beides könnte sich Kuranyi ersparen, um auf Schalke mitzuhelfen, dass sich der Traum vom Gewinn der „Schale“ so schnell wie möglich erfüllt.