Hinterseer ist erneut Bochums Matchwinner

Doppelpack gegen Braunschweig - VfL jetzt Achter

BOCHUM Allmählich nimmt der Klassenerhalt für Fußball-Zweitligist VfL Bochum Gestalt an. Durch einen verdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Braunschweig springen die Bochumer auf Rang acht. Matchwinner ist erneut Lukas Hinterseer.

Doppelpack gegen Braunschweig - VfL jetzt Achter

Fünf Tore in zwei Spielen: VfL-Stürmer Lukas Hinterseer. Foto: dpa

Seit fünf Spielen ist der VfL, der nun 37 Punkte auf dem Konto hat, ungeschlagen und der Vorsprung auf Relegationsrang 16 ist auf immerhin drei Zähler angewachsen.

Eine große Erleichterung

„Der Sieg war enorm wichtig“, sagte Abwehrspieler Jan Gyamerah. „Gut, dass wir nach dem Auswärtssieg in Sandhausen nachlegen konnten.“ Für Robin Dutt war es der erste Heimsieg als VfL-Trainer, für Mannschaft und Fans eine große Erleichterung. „In unserer Lage ist jeder Erfolg eine Erleichterung“, erklärte Stefano Celozzi, fügte jedoch hinzu: „Aber wir sind noch nicht durch.“

Das Spiel begann unglücklich für den VfL. Schon in der ersten Minute sah Tim Hoogland die Gelbe Karte, sieben Minuten später wurde Celozzi verwarnt. Doch die Hausherren zeigten sich davon unbeeindruckt und setzten nach zehn Minuten zu einem Powerplay an. Dreimal kam das Team über Anthony Losilla und Kevin Stöger gefährlich in den Strafraum - jedoch nicht zum Abschluss.

Stöger verschießt Elfmeter

Dann fiel die verdiente Führung. Stöger spielte in der 24. Minuten einen überragenden Pass aus dem Halbfeld zwischen beiden Innenverteidigern hindurch. Acht Meter vor dem gegnerischen Kasten stand Lukas Hinterseer frei vor Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic und vollendete zum 1:0.

Danach drückten die von der ersten Minuten lautstark durch ihre Fans unterstützten Bochumer weiter und hatte die große Chance zum zweiten Treffer. Robbie Kruse wurde im Strafraum von Niko Kijewski von den Beinen geholt, Schiedsrichter Tobias Welz zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Stöger lief an, seinen Ball konnte Fejzic allerdings zur Ecke lenken.

Kumbela trifft den Pfosten

Während die Gäste keine Torgefahr ausstrahlten und ohne nennenswerte Offensivaktionen blieben, bot sich dem VfL kurz vor der Pause erneut die Chance zum 2:0, doch nach Celozzi-Flanke köpfte Hinterseer in Bedrängnis aus Nahdistanz knapp neben den Kasten.

Im zweiten Durchgang zeigte Braunschweig mehr Initiative, einige Bälle flogen durch den Strafraum des VfL, aber wirklich gefährlich wurde es nur ein einziges Mal. Als sich Gyamerah in der 70. Minute verschätzte, landete das Leder bei Domi Kumbela, der den Ball an den Pfosten setzte. Insgesamt kam von den Niedersachsen aber zu wenig.

„Einen solchen Lauf hatte ich noch nie“

Schon vorher hielt Fejzic seine Farben gegen Kruse im Spiel (65.), dann zielten Hinterseer (67.) und Stöger (68.) zu hoch. So mussten die Anhänger bis zur 82. Minute warten, ehe Hinterseer nach einem 60-Meter-Pass von Thomas Eisfeld mit seinem inzwischen fünften Tor in Serie das erlösende 2:0 erzielte. „Einen solchen Lauf hatte ich noch nie“, verriet der gefeierte Torjäger. „Wir hatten Braunschweig weitgehend im Griff, aber erst das 2:0 war befreiend für die Mannschaft“.

TEAM UND TORE

VfL Bochum : Riemann - Celozzi, Gyamerah, Hoogland, Soares – Losilla, Tesche - Kruse (75. Eisfeld), Stöger (90.+1 Janelt), Sam (87. Wurtz) - Hinterseer

Tore: 1:0 (24.) Hinterseer, 2:0 (82.) Hinterseer