Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Gelernt im Schatten des Kahn

BOCHUM Philipp Heerwagen trägt die Nummer eins auf dem Trikot-Rücken, muss sich aktuell jedoch damit abfinden, beim VfL Bochum auf der Torhüter-Position hinter Jan Lastuvka die Nummer zwei zu sein.

Anzeige
Gelernt im Schatten des Kahn

Philipp Heerwagen traf beim Scudetto-Abend das Model Tanja Horn.

Philipp Heerwagen wechselte zu Saisonbeginn von Zweitliga-Absteiger SpVgg Unterhaching in der Hoffnung zum VfL Bochum, "dass ich hier in sechs Wochen Vorbereitungszeit den Konkurrenzkampf um den Stammplatz im Tor aufnehmen kann. Dann habe ich wegen meiner Ellenbogen-OP die halbe Vorbereitung verpasst und hatte damit erst einmal keine Chance mehr", schildert der Schlussmann seine Einstiegserlebnisse in der Fußball-Bundesliga.

Der 24-Jährige hat seine Lehrzeit in Sachen Fußball beim FC Bayern begonnen. "Die letzten vier Jahre im Jugendbereich - von der C1- bis zu den A-Junioren - habe ich in München gespielt," erzählt Heerwagen. Dort hatte der 1,93 m große Schlussmann dann unter anderen Michael Rensing zum Konkurrenten, der heute Nachmittag den verletzten Oliver Kahn im Bayern-Tor vertreten wird und seinen Anspruch, bald Bayerns Nummer eins zu sein, mit einem guten Spiel gegen den VfL untermauern möchte.

123 Zweitliga-Einsätze

"Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, zu einem anderen Verein zu gehen, weil ich unbedingt regelmäßig spielen wollte", so Heerwagen. Gleichzeitig wollte er aber auch im Süden der Republik bleiben, um dort das Abitur bauen zu können. "Die Chance, diese für die persönliche Weiterentwicklung wichtigen Komponenten miteinander verbinden zu können, bekam Philipp Heerwagen bei der SpVgg Unterhaching. Dort spielte er im Schatten des Kahn und der großen Bayern im Unterhachinger Sportpark und kam auf 28 Regionalliga-Begegnungen sowie auf 123 Zweitliga-Einsätze.

Von Torhüter-Idolen, denen er unbedingt nacheifern will, möchte Philipp Heerwagen nicht sprechen. "Ich habe in München ab und zu mit Oliver Kahn trainiert. Er ist sicher einer der besten Torhüter der Neuzeit mit herausragender mentaler Stärke und Konzentrationsfähigkeit", schildert Heerwagen. "aber ich würde nicht von Vorbild sprechen. Neben Kahn schaue ich auch noch gerne bei Jens Lehmann und Edwin van der Saar hin. Das sind Torhüter, von denen man sich inspirieren lassen kann."

Wieder Stammspieler werden

Im Gespräch macht der in Kehlheim geborene Torhüter deutlich, dass er sich nicht daran gewöhnen möchte, beim VfL Bochum ausschließlich auf der Bank zu sitzen. "Ich bin von Unterhaching als Stammspieler gekommen und möchte diese Rolle irgendwann auch beim VfL Bochum einnehmen", erklärt Heerwagen. "Ich muss hier wieder lernen, mich durchzubeißen und werde hellwach auf meine Chance warten. Und wenn es soweit ist, muss ich sie auch nutzen."

Als ehemaliger Bayern-Spieler kann Philipp Heerwagen sicher erläutern, wie man dem Tabellenführer Probleme bereiten kann. "Mit Disziplin und absoluter Ordnung", lautet die Antwort. Und mit Selbstbewusstsein: "Hier spielen nicht die Kleinen gegen die Großen, sondern elf Profis gegen elf Profis. Und wir sollten den Vorteil, den ein Heimspiel bietet, mit Hilfe unserer Fans unbedingt für uns nutzen. Schließlich sind wir in dieser Saison im eigenen Stadion noch ungeschlagen." 

Anzeige
Anzeige