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Generalprobe fürs Überleben

BOCHUM Dienstagabend um 19 Uhr ist Erstligist VfL Bochum auf dem Tivoli zu Gast. Dort wartet Zweitliga-Top-Club Alemannia Aachen in der zweiten Run des DFB-Pokals.

Generalprobe fürs Überleben

Auf Flanken von Dennis Grote hofft der VfL in Aachen.

Für Bochums Trainer Marcel Koller ist es weit mehr als "nur" ein Pokalspiel. "Es ist für uns ein verdammt wichtiges Spiel. In der Bundesliga läuft es nicht rund, da holen wir die Punkte nicht. Deshalb ist das Aachen-Spiel so wichtig. Dort können wir uns das Selbstvertrauen zurückholen, das wir unbedingt brauchen, um anschließend in der Liga zu bestehen."

Acht Spiele hat der VfL in Liga eins nicht mehr gewonnen, und jedem, der die Berlin-Partie gesehen hat, war klar: Die lange Reihe von ausbleibenden Erfolgserlebnissen hat einen VfL zurückgelassen, der schon beim ersten Rückschlag - gegen Hertha war es das Maltritz-Malheur - zum Vogel-Strauß-Prinzip übergeht. "Jeder Spieler ist da nur noch mit sich selbst beschäftigt. Und kann seinem Mitspieler nicht mehr helfen", erläutert Koller.

"Platz umpflügen"

Gegen Aachen stehen für Koller ganz oben auf der Liste die individuellen Fehler, die endlich abgestellt werden müssten. Dann müsse man endlich "agieren, und nicht nur reagieren". Und sich, wenn man doch weiß, "dass man schlecht drauf ist", auf die einfachen Fußballregeln beschränken: "Ball annehmen. Passen. Laufen. Aber nicht dribbeln und den Zauberpass spielen wollen. Jetzt heißt es nur noch Ärmel hochkrempeln und Platz umpflügen! Und zwar für jeden!" Denn über herausragende Einzelspieler, die ein Spiel alleine drehen könnten, verfüge der VfL zurzeit nicht: "Wir können nur aufs Team setzen."

Der Pokalfight gegen die von Guido Buchwald trainierten Aachener soll Generalprobe für das Überleben in der Liga sein. Denn der Tivoli ist ein Hexenkessel, die Fans dort stehen voll hinter der eigenen Elf, die rennen und ackern wird. Koller: "Wir dürfen uns von der emotionsgeladen Stimmung dort nicht beeindrucken lassen. Wir brauchen Esprit und Teamgeist, um auf die richtige Bahn zu kommen. Denn nur zusammen geht was!"

Zwar verlor der VfL in der vergangenen Saison bei seinem letzten Auftritt auf dem Tivoli unglücklich mit 1:2, doch gab es in Aachen auch Bochumer Glücksmomente: die "Rausstiegsfeier" am Ostermontag 2006 oder den spektakulären Aufstieg am letzten Spieltag im Mai 2002.

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