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Offensiver Offenbarungseid

BERLIN Am Ort des WM-Finales 2006 zeigte der VfL Bochum eine mehr als enttäuschende Leistung und unterlag gegen die bis dato ebenfalls schwächelnde Berliner Hertha verdient mit 0:2 (0:2).

Noch viel mehr als die Niederlage an sich, gibt die Art und Weise, wie die Bochumer sich fast emotionslos in die vierte Niederlage in Serie fügten, Anlass zur Besorgnis.

"Dabei haben wir bis zum 0:1-Rückstand alles getan, die Berliner weiter zu verunsichern", schüttelte Bochums Trainer Marcel Koller den Kopf. In der Tat, beide Mannschaften neutralisierten sich in der Anfangsphase auf schwachem Niveau.

Tief getroffen

Die Berliner Zuschauer fingen schon an, ihre eigene Mannschaft auszupfeifen, da nahm das Unheil seinen Lauf. Ausgerechnet Spielführer Marcel Maltritz, in den vergangenen Wochen einer der zuverlässigsten VfL-Akteure, bugsierte eine harmlose Gilberto-Hereingabe unglücklich an Torwart Jan Lastuvka vorbei in die eigenen Maschen. "Dieser Treffer hat uns viel Vertrauen zurückgegeben", berichtete Herthas Trainer Lucien Favre nach dem Schlusspfiff. Die Bochumer traf der Rückstand dagegen bis ins Mark. Nur neun Minuten später störte Anthar Yahia Berlins Angreifer Marco Pantelic nicht energisch und es hieß 0:2 aus Bochumer Sicht.

Bitter enttäuscht

Wer von den rund 500 mitgereisten Bochumer Anhängern in den zweiten 45 Minuten darauf hoffte, der VfL würde nun mit aller Macht versuchen, die Niederlage abzuwenden, wurde bitter enttäuscht. Zwar brachte Trainer Marcel Koller mit Tommy Bechmann, Marcin Mieciel und erstmals in dieser Spielzeit Benjamin Auer sämtlich verfügbares Offensivpotenzial in die Begegnung, doch das VfL-Angriffsspiel fand auch weiterhin nicht statt. Erstmals war Berlins Torwart Jaroslav Drobny nach einem harmlosen Roller von Joel Epalle mit den Händen am Ball (80.): Ein Offenbarungseid für die Bochumer Offensivbemühungen.

Abstiegskandidat

Die Berliner überzeugten vor 34580 Zuschauern keineswegs, waren aber dennoch zu stark für den VfL. Das ernüchternde Fazit nach den 90 Minuten an ruhmreicher Fußball-Stätte: In dieser Verfassung ist der VfL neben Energie Cottbus einer der ganz heißen Kandidaten auf den Abstieg in die zweite Bundesliga.

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