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Wir müssen immer wieder aufstehen

BOCHUM Dass seiner Mannschaft vor dem Spiel gegen den FC Bayern kaume eine Schlagzeile gewidmet wird, ärgert Thomas Zdebel (34). "Klar sind die Münchner ein gutes Team", sagt der VfL-Kapitän, "trotzdem sollte man nicht zu viel Tamtam um sie machen."

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Wir müssen immer wieder aufstehen

VfL-Kapitän Thomas Zdebel (r.) sieht Bayern nicht als Übermannschaft.

Der Trainer spricht von großer Vorfreude auf das Spiel gegen die Bayern. Hat sich die auch bei Ihnen eingestellt?

Thomas Zdebel: Natürlich freut man sich auf diese Spiele, aber nur weil jetzt die Bayern kommen, sollte man nicht zu viel Zirkus darum machen. Das Besondere an diesem Spiel sind für uns nicht die Bayern. Das Besondere ist die Herausforderung, sich auf dem Platz mit einer der besten deutschen Mannschaften vergleichen und sie bekämpfen zu können. Wir werden sicher nicht auf dem Platz stehen und den Bayern für jede gelungene Szene applaudieren.

Nach neun Punkten aus neun Spielen steht der VfL schon wieder unter Erfolgsdruck.

Thomas Zdebel: Wir brauchen die Punkte auf jeden Fall dringender als die Bayern. Wir müssen konzentriert dagegen halten, das ist uns in den letzten Spielen ganz ordentlich gelungen. Ich glaube, dass wir spielerisch auf einem ganz guten Weg sind. Es ist aber keine Frage, dass sich mit 15 oder 16 Punkten auf dem Konto leichter spielen ließe.

Zuletzt hat der VfL beim BVB ordentlich gespielt, letztendlich aber keine Punkte mitgenommen. Hat die Mannschaft das inzwischen verkraftet?

Thomas Zdebel: Das Spiel hat keinerlei Nachwirkungen auf den Zustand der Mannschaft. Wir haben über 75 Minuten dominiert und ein gutes Spiel gezeigt, letztendlich aber nicht gepunktet. Darüber haben wir uns geärgert, aber das war es dann auch. Hätten wir Konzentration und Konsequenz über 90 Minuten gezeigt, wie es unser Trainer immer fordert, hätten wir sicher nicht verloren.

Haben Sie gegen die Bayern schon mal gewonnen?

Thomas Zdebel: In der Saison 2003/04 mit dem VfL und davor auch schon mit dem 1. FC Köln.

Wird in der Vorbereitung auf das Spiel viel über die Stärken den Rekordmeisters gesprochen?

Thomas Zdebel: Wir müssen nicht den Gegner stark reden, wir müssen uns auf unsere Qualitäten konzentrieren. Warum sollen wir nicht in der Lage sein, den Bayern in unserem Stadion Paroli bieten zu können. Wir wären nicht die ersten in der Liga, die das schaffen.

Nach gutem Saisonstart ist der VfL Bochum zurückgekehrt in den Kampf um den Klassenerhalt. Eine Situation, die man als Fußballer in Bochum wohl kaum vermeiden kann.

Thomas Zdebel: Wir sind realistisch genug, um zu wissen, dass wir unser Saisonziel vielleicht erst am 34. Spieltag erreichen werden. Trotzdem ist die Stimmung im Kader gut. Einige von unseren Neuzugängen haben diese Drucksituation bei ihren früheren Vereinen nicht erlebt. Aber ich glaube, dass es den einen oder anderen Spieler im Kader durchaus weiter bringen wird, wenn er sich unter schwierigen Bedingungen mit dem VfL Bochum in der Bundesliga behauptet.

Macht es Ihnen denn Spaß, sich ständig mit dem Abstiegskampf auseindersetzen zu müssen?

Thomas Zdebel: Es macht sicher mehr Spaß, wenn man andere Ziele verfolgen kann. Aber es ist wohl unser Schicksal, dass wir mit dem VfL immer um den Klassenerhalt spielen müssen. Die Situation ist nicht neu für uns. Wir müssen eben immer wieder aufstehen. Auch am Samstag im Spiel gegen die Bayern.

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