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Fridays for Future: Auch in Stadtlohn demonstrieren Schüler für mehr Klimaschutz

mlzSchüler-Demo

Weltweit gehen am Freitag, 15. März, Schüler auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Auch in Stadtlohn. Die 15-jährige Henrika Nauheimer hat die Initiative ergriffen.

Stadtlohn

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Es geht um unsere Zukunft“, sagt Henrika Nauheimer ernst. Sie möchte ein Zeichen setzen für mehr Klimaschutz, wie die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Deswegen gehen am Freitag, 15. März, auch Stadtlohner Schüler auf die Straße.

Henrika Nauheimer ist 15 Jahre alt und Schülersprecherin an der St.-Anna-Realschule. Im Februar wurde an der Schule in den Pausen und im Unterricht viel über die Aktionen von Greta Thunberg gesprochen. Die 16-jährige Schwedin geht seit dem 20. August 2018 freitags nicht mehr zur Schule. Stattdessen protestiert sie für das Klima. Sie meint: „Warum soll ich für eine Zukunft lernen, die es vielleicht bald nicht mehr gibt, wenn niemand etwas tut, um die Zukunft zu retten?“

Fridays for Future: Auch in Stadtlohn demonstrieren Schüler für mehr Klimaschutz

Henrika Nauheimer hat als Schülersprecherin der St.-Anna-Realschule die Demonstration organisiert. © Privat

Henrika Nauheimer hat sich daraufhin auch mit dem Thema auseinander gesetzt. „Es ist wichtig, dass junge Leute etwas machen. Es geht um unsere Zukunft. Da wird viel zu wenig drauf geachtet“, meint die Realschülerin. Sie hat die anderen Schülersprecher der weiterführenden Schulen in Stadtlohn angesprochen und viel Zustimmung erfahren. So werden bei der Demonstration am Freitag auch Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und der Losbergschule teilnehmen.

Streiks in mehr als 150 Städten

Die Stadtlohner werden mit dieser Aktion nicht alleine sein. Die Initiative „Fridays for Future“ ruft am 15. März international zu Schulstreiks auf. In mehr als 150 Städten in 50 Ländern wird an diesem Tag gestreikt. „Viele haben gesagt, dass wir hier in Stadtlohn doch nichts bewirken können. Aber wenn wir als große Gruppe auftreten, dann haben wir auch in einer kleinen Stadt eine große Wirkung“, meint Henrika Nauheimer.

Fridays for Future: Auch in Stadtlohn demonstrieren Schüler für mehr Klimaschutz

Am 15. März wird auf der ganzen Welt gestreikt. © Fridays for Future

Die Stadtlohner verzichten jedoch bewusst darauf, während der Schulzeit zu demonstrieren. „Wahrscheinlich hätten mehr Leute mitgemacht, wenn es im Unterricht gewesen wäre. Aber die Lehrer hätten dann Fehlstunden aufgeschrieben“, sagt Henrika Nauheimer. Bei einer Demo nach der Schule seien dann nur diejenigen dabei, die sich wirklich für das Thema interessieren. Mindestens 120 seien das an der St.-Anna-Realschule. Wie viele Schüler von den anderen Schulen mitmachen, kann Henrika Nauheimer nicht sagen. Sie rechnet aber mit insgesamt rund 400 Teilnehmern.

Diese Zahl hat sie auch bei der Polizei angegeben. Die 15-Jährige hat die Demonstration ordnungsgemäß angemeldet. Bei dem Ausfüllen der Formulare und auch beim Erfüllen der Vorschriften helfen die Lehrer. „Weil die Demo ja nicht in der Schulzeit ist, dürfen sie uns unterstützen“, sagt die Schülersprecherin. Und so werden einige Lehrer als Ordner, andere als Teilnehmer bei der Aktion dabei sein.

Planungen für Kundgebung auf dem Marktplatz laufen

Um 13.30 Uhr soll es losgehen. Dann ziehen zunächst die Gymnasiasten zur St.-Anna-Realschule. Über den Busbahnhof geht es zum Pfarrzentrum, wo die Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule und der Losbergschule warten. Gemeinsam laufen die Schüler dann zum Marktplatz. Was genau dort passiert, planen die Schülersprecher gerade. „Ich würde gerne eine Rede halten“, sagt Henrika Nauheimer.

Fridays for Future: Auch in Stadtlohn demonstrieren Schüler für mehr Klimaschutz

Die Schüler haben schon fleißig an den Plakaten für die Demonstration gebastelt. © Privat

Schon jetzt zeigt sich die 15-Jährige zufrieden. Zu der Plakat-Bastelaktion in der St.-Anna-Realschule sind am Mittwoch mehr als 20 Schüler gekommen. Mit viel Kreativität haben sie die bunten Plakate für die Demo gestaltet. „Klimaschutz statt Klimaschmutz“ steht auf einem, „Weniger Plastik ist Meer“ auf einem anderen. Auf einem Plakat muss man den kleinen Clownfisch Nemo suchen, weil er von Plastikmüll verdeckt wird.

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