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Anstrich statt Andacht

Wessum Baustaub statt Weihrauchwolken, Gerüste statt Gebet, Anstrich statt Andacht - die Pfarrkirche St. Martinus ist fest in der Hand der Handwerker.

Im Kircheninnern ragen Gerüste bis zum Deckengewölbe, das dringend der Sanierung bedurfte. "Wohl über Jahrhunderte haben Handwerker dort Bauschutt zurückgelassen - am Ende waren es sieben Tonnen. Wir vermuten, dass sich durch diese Belastung Risse gebildet haben", erklärt Pfarrer Walter Dertmann. Doch der Schutt ist inzwischen aus der Kirche geschafft worden, die Risse sind saniert.

In der nächsten Woche werden die auf Kirchenrestaurationen spezialisierten Arbeiter einer Fachfirma aus Münster mit den Malerarbeiten in der Kuppel beginnen. "Die Arbeiten gehen planmäßig voran", freut sich der Pfarrer.

Doch es wird nicht wieder alles übergetüncht. Die alten Farbschichten der gotischen Säulen werden abgetragen, so dass der Sandstein wieder zum Vorschein kommt, der seit Generationen verborgen ist. Auch der Durchgang zum Turm wird künftig von Sandstein gesäumt sein.

Eine andere Entdeckung wird allerdings wieder unter Putz verschwinden: Am Kapitell einer der Säulen ist eine Rosette mit gotischer Farbgebung entdeckt worden. Möglicherweise sind solche Rosetten an allen Kapitellen zu finden. "Eine fachgerechte Restaurierung ist für uns unbezahlbar. Das wird wohl künftigen Generationen vorbehalten bleiben", so Dertmann.

Auf eine Neuerung freut sich der Pfarrer besonders. Der alte gotische Taufstein wird bald "lebendiges Wasser" enthalten. Ein Zuleitung sorgt für Bewegung im Wasser. "Das habe ich mal in einer neuen Kirche in München gesehen. Und als ich davon erzählte, sagte mir ein Wessumer Handwerker: 'Pastor, ik maak di dat - ümsünst!" gro

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