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Blasmusikfestival begeistert die Massen

Das Eldorado der Bläser bei Karpaten

Ottenstein Das Euregio-Blasmusikfestival hat am Sonntag seine Premiere auf dem Gelände der Zeltstadt Karpaten gefeiert. Der Erfolg hat viele Gesichter.

Das Eldorado der Bläser bei Karpaten

Crescendo Neede mit Dirigent Hans Schippers

Der Fußboden vibriert unter den Füßen, leicht schwebt der Klang von Tubas und Trompeten in der Luft und Hunderte von Füßen wippen den Takt mit, den die Pauke zu den Klängen der „Westside Story“ vorgibt. Auf der Stirn von Dirigent Hans Schippers stehen Schweißperlen. Er und das Blasorchester Crescendo Neede geben alles an diesem Vormittag.

Das erste Euregio-Blasmusikfestival auf dem Gelände der Zeltstadt Karpaten soll ein Erfolg werden. Und schon jetzt sieht es so aus, als ob das Münsterländer Woodstock der Blasmusik zahlreiche Liebhaber gefunden hätte. „Das gefällt mir echt gut“, urteilt Besucher Bernhard Florien und seine Frau stimmt nickend zu. Und auch die Musikerkollegen des Feuerwehrmusikzugs Ottenstein (FMO) sind begeistert. „Ich finde das ganz schön. Wenn andere Musik machen, ist das sehr interessant“, sagt Alexandra Welberg, die ihrem Auftritt entgegenfiebert. Doch ist sie nervös? „Nein, da hab ich schon Routine“, meint die Trompeterin lächelnd.

Blasmusikfestival

Alle Ensembles bestachen durch ihr gekonnt vorgetragenes Spiel.
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So war das erste Blasmusikfestival bei Karpaten
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Die Ottensteiner haben schon ein Gemeinschaftskonzert in Neede gegeben. Und auch jetzt wartet auf die Orchester, die sich den Dirigenten teilen, ein gemeinsamer Auftritt. Auf drei Bühnen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Creme de la Creme der Blechblasorchester aus der näheren Umgebung gibt sich die Klinke in die Hand. Sei es Woodstock Brass, die Nico-Mey-Bigband oder die Stadtlohner Drumpets – die rund 15 Gruppen lassen die Zeltstadt wackeln – und das mit viel Puste und Fingerfertigkeit.

Zum Ausprobieren

Ole Lechtenberg holt unterdessen in der Instrumentenausstellung einen ordentlichen Sound aus einem Schlagzeug heraus. Der vierjährige Vredener hat sich entschieden, die Drums auszuprobieren. „Er will Zuhause auch ein Schlagzeug, aber am liebsten eine Tuba“, erklärt Mutter Sarah Lechtenberg. Auch die gibt es bei Hendrik Vollmer aus Rosendahl, der allerlei Blechblasinstrumente mitgebracht hat. Manche davon sind extra auf Kinder zugeschnitten. „Die musikalische Ausbildung hat sich geändert“, weiß der erfahrene Musiker und Dirigent. In der Krombacher-Arena wird derweil nicht nur den Musikern heiß. Das rassige Medley „The Mask of Zorro“ fordert dem Musikverein Alstätte alles ab. Ludger Niemeier, der seit 41 Jahren das Orchester leitet, schwingt die musikalische Peitsche und treibt seine Leute zu Höchstleistungen an. Nach dem dramatischen Finale des Stückes aus der Feder von John Horner brechen die Zuschauer in rückhaltlosen Applaus aus.

Bestens organisiert

Dafür, dass das erste Blasmusikevent dieser Größenordnung bei Karpaten so reibungslos über die Bühne geht, haben schon am frühen Sonntagmorgen zahlreiche Menschen ihr Bestes gegeben. „Das sieht hier nicht so aus, als ob gestern Nacht noch 5000 Menschen hier gefeiert haben“, lobt Karpaten-Mitorganisator Stefan Herbers sein Team. Dass das Zeltfestival vor über 50 Jahren auch mit Blasmusik begann, sei eine schöne Reminiszenz. „Klar, das waren die musikalischen Anfänge. Wenn man es so sehen will, dann machen wir gerade ‚Back to the roots‘“, meint Herbers schmunzelnd

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