Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Das Warten hat ein Ende

Ahaus Am schlimmsten waren die zwei Fragen: "Na, wie weit seid ihr mit eurem Haus?" Und dann: "Wie, ihr seid noch gar nicht angefangen?" Aber jetzt können Andreas und Petra Könning darüber lachen, denn der Anfang ist gemacht: Eine 15 mal 10 Meter große Grube hat erst einmal die größten Sorgen der Häuslebauer geschluckt.

Rückblende: Unter blauem Maienhimmel haben wir Familie Könning zum ersten Mal getroffen, vermeintlich kurz vor dem ersten Spatenstich für ihr neues Eigenheim, dessen Entstehung eine Serie der Münsterland Zeitung Stein für Stein verfolgt.

Doch es kam alles ganz anders. Während ringsum im Baugebiet Hoher Kamp West die Eigenheime aus dem Boden wuchsen, blühten auf dem Grundstück der Könnings nur die Wildkräuter. "Es war schrecklich. Manchmal war ich schon so weit, dass ich das Grundstück wieder zurückgeben wollte", blickt Petra Könning auf den Sommer zurück, der eigentlich ihr "Bausommer" sein sollte.

Stahl statt Holz

Woran hat es gelegen? "Es gab zwei Gründe", erklärt Andreas Könning. "Wir haben den Antrag auf Bewilligung öffentlicher Mittel zurückgezogen, weil uns das Verfahren zu langwierig war. Und wir haben noch einmal eine neue planerische Grundsatzentscheidung getroffen: Wir bauen jetzt ein Stahlständerhaus."

Das äußere Erscheinungsbild des Hauses und das Raumprogramm bleiben wie ursprünglich vorgesehen. Aber die Holzständerkons truktion im Erd- und Dachgeschoss wird durch ein Stahlskelettbau ersetzt. Und die ausführende Firma aus dem niederländischen Emmen liefert auch die vorgefertigten Wände aus Stahlprofilen inklusive Dämmung, Leerrohre und Dosen für die Elektroinstallation und Beplankung.

"Ich wollte ja immer möglichst mit Stahl bauen", sagt der gelernte Stahlbauer Könning. Aber jetzt erst habe sich diese neuartige Pers pektive ergeben. "Die Firma in Emmen fängt gerade mit der Produktion an. Unser Haus wird ein Musterhaus." Der Bauherr sieht einen handfesten Vorteil: "Der Preis ist der gleiche wie beim Holzständerhaus, aber ich erspare mir hier die Eigenleistung, die ich eigentlich für die Dämmarbeiten vorgesehen hatte."

"Ganz gelassen"

Die erste Eigenleistung aber steht dennoch bald an. Die Betonwände des Kellers, die in ein bis zwei Wochen fertig geliefert werden, müssen von außen gedämmt werden.

Das Gießen der Kellerbodenplatte hat sich zwischenzeitlich um zwei Tage verzögert, weil eine Wasserpumpe defekt und daher der Untergrund bei hohem Grundwasserspiegel zu nass war. "Aber was sind schon zwei Tage", lacht Petra Könning. "Das sehen wir nach der langen Wartezeit ganz ge- lassen." gro

Anzeige
Anzeige