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Rat diskutiert

Die ungelöste Stellplatzfrage

Ahaus Wie viele Parkplätze sind für das geplante Wohn- und Geschäftshaus auf dem Volksbankgelände erforderlich? Die Antwort fällt dem Rat nicht leicht.

Die ungelöste Stellplatzfrage

Stehen in der Tiefgarage in der City genügend Parkplätze für die Kunden des geplanten Wohn- und Geschäftshauses zur Verfügung? Diese Frage beschäftigt den Rat. MLZ-Foto: Gehring Foto: Markus Gehring

An dieser Frage haben die Lokalpolitiker auch im neuen Jahr zu knacken: Wie viele Parkplätze sind für das geplante Wohn- und Geschäftshaus auf dem Gelände der Volksbank erforderlich? Eine Antwort soll es 2018 in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses geben. Dabei hätte der Rat am Mittwoch schon einen Beschluss über die Offenlegung des Bebauungsplan-Entwurfs fassen sollen. Doch nach den Äußerungen von Kaufhaus-Investor Hans-Georg Berken-Schirmeisen in einem Interview mit der Münsterland Zeitung (Ausgabe vom 1. Dezember) sind bei den Ratsmitgliedern noch Fragen offen.

Hans-Georg Berken-Schirmeisen hatte sich über unterschiedliche Berechnungsmethoden für die erforderliche Anzahl an Parkplätzen mokiert. So habe er für sein geplantes Kaufhaus in der City über 100 Stellplätze schaffen müssen. Die Volksbank komme mit berechneten 36 Plätzen deutlich günstiger weg. Dabei müsste sie – bei gleichen Voraussetzungen – doch über 60 Pkw-Stellplätze vorhalten. So weit der Investor. „Bei einigen Parametern wurden wohl andere Maßstäbe angelegt“, sprach Ludwig Niestegge (SPD) in der Sitzung das Stellplatzgutachten für das Volksbank-Gelände an. Hans-Georg Berken-Schirmeisens Projekt, als Kaufhaus geplant, sei darin als Einkaufszentrum gerechnet worden. Das wirke sich auf die Anzahl der Parkplätze aus. Im Vergleich zum Volksbank-Vorhaben, als Kaufhaus gerechnet, seien für ein Einkaufszentrum mehr Stellplätze vorzuhalten.

Offene Fragen

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp hielt das Zahlenmaterial für belastbar. „Aber was ist mit der Tiefgarage und den Zufahrten? Das ist noch offen.“ Die Stadt plant, im Zuge der Volksbank-Bebauung die Zufahrt zur Tiefgarage am Domhof zu schließen und zu überbauen. Eine Zufahrt über die Wallstraße reiche laut Stadt aus. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung wurde die Verwaltung aufgefordert, die Kosten dafür zu ermitteln.

Thomas Vortkamp: „Wir unterstützen das Bauvorhaben auf dem Volksbank-Gelände. Aber die offenen Fragen müssen geklärt werden.“ Im nächsten Planungsausschuss wird es dann nicht nur ums Geld gehen, sondern auch ums Aussehen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dönnebrink hatte im Entwurf für das Wohn- und Geschäftshaus Verstöße gegen die Gestaltungssatzung ausgemacht. „Darüber wird noch zu reden sein.“ Der Rat beschloss, das im Fachausschuss zu tun. Bürgermeisterin Karola Voß: „Das Vorhaben ist wichtig. Ebenso wichtig ist, dass es politisch breit mitgetragen wird.“

Parkplätze in der Tiefgarage

Am Rathausplatz baut Hans-Georg Berken-Schirmeisen für zehn Millionen Euro ein Kaufhaus mit Tiefgarage.

Auf dem Volksbank-Gelände soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Stellplätze für die Kunden sind laut Gutachten in der Tiefgarage am Domhof zur Genüge vorhanden.

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