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Glasfasernetz

Diese Kabel verbinden Ahaus mit der Datenautobahn

AHAUS Die Eisenbahn war vor über einem Jahrhundert der Schlüssel zur Industrialisierung. Dann waren es die Autobahnen. In Zukunft werden wohl die Datenautobahnen eine zentrale Rolle spielen. Jetzt beginnt in Ahaus der Bau der Auffahrt zum schnellen Glasfasernetz.

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Diplom-Ingenieur Bernd Rose, Geschäftsführer der Firma Grethen Leitungsbau und Versorgungstechnik, zeigt das Glasfaserkabel mit 288 Fasern, das entlang der Bahnstrecke Epe-Ahaus verlegt wird. Die Lichtleitertechnik ermöglicht im Vergleich zur bisher in Ahaus üblichen DSL-Technik sehr viel größere Übertragungsraten im Gigabitbereich.

Blick in den Glasfaser-Kontrollschacht am Bahngleis (v.l.): Dr. Elisabeth Schwenzow, Bürgermeister Felix Büter, Bernd Rose, Johannes Stentrup und Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Spieß.

Ironie der Geschichte: Sie führt entlang der Eisenbahnstrecke Epe-Ahaus. 27 Kilometer Leerrohre haben die Stadtwerke Ahaus stadtweit bereits verlegt. Ab dieser Woche werden nun die Glasfaserkabel mit 15 bar Luftdruck in die Rohre gedrückt – gut eineinhalb Kilometer pro Stunde.

Zunächst wird der schnelle Lichtwellenleiter rund zehn Kilometer entlang der Bahntrasse verlegt. In Epe erhält er Anschluss an einen so genannten Backbone, einen Hauptstrang des schnellen Datennetzes, der von Enschede über Gronau nach Münster führt. Danach folgen die weitere knapp 15 Kilometer in Ahaus: unter anderem im östlichen Bogen durch vorhandene Leerrohre entlang der Nordtangente und des Schumacherrings und im südlichen Bogen durch Oberortwick bis zum Krankenhaus und von dort bis zur Erhardstraße. Pioniere des direkten Glasfaseranschlusses werden in den nächsten Monaten die Berufsbildungsstätte, die Berufskollegs, das Rathaus, die Technische Akademie im Schloss sowie Feuerwache, Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Stadtwerke sein.

Die Stadtwerke zählen nicht nur zu den ersten Anschlussnehmern, weil sie als Bauherr knapp eine halbe Million Euro in das Glasfasernetz investieren. „Wir sehen eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten, zum Beispiel den schnellen Datenfluss von intelligenten elektronischen Stromzählern in den Haushalten“, so Johannes Stentrup, der technische Leiter der Stadtwerke. Bürgermeister Felix Büter sieht dank der schnellen Lichtwellenleiter neue Möglichkeiten für Verwaltung und Industrie, flexibel externe Server für die Datensicherung zu nutzen.

Dr. Elisabeth Schwenzow von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist davon überzeugt: „Schnelle Datenverbindungen werden künftig bei der Neuansiedlung von Unternehmen ein entscheidendes Thema sein.“ Die derzeitigen Baumaßnahmen in Ahaus sind eingebunden in eine Kooperationen der Kommunen Ahaus, Heek, Legden, Schöppingen, Stadtlohn, Südlohn und Vreden mit den Stadtwerken Ahaus, SVS, NDIX und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken.

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Diplom-Ingenieur Bernd Rose, Geschäftsführer der Firma Grethen Leitungsbau und Versorgungstechnik, zeigt das Glasfaserkabel mit 288 Fasern, das entlang der Bahnstrecke Epe-Ahaus verlegt wird. Die Lichtleitertechnik ermöglicht im Vergleich zur bisher in Ahaus üblichen DSL-Technik sehr viel größere Übertragungsraten im Gigabitbereich.

Blick in den Glasfaser-Kontrollschacht am Bahngleis (v.l.): Dr. Elisabeth Schwenzow, Bürgermeister Felix Büter, Bernd Rose, Johannes Stentrup und Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Spieß.

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