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Gemeinsames Vorgehen

Drei Gemeinden und ein Plan für die Zukunft

Ahaus Die Schullandschaft verändert sich rasant. Das macht eine neue Schulentwicklungsplanung notwendig. Erstmals arbeiten dafür drei Kommunen zusammen. Zurzeit laufen die Vorbereitungen.

Drei Gemeinden und ein Plan für die Zukunft

Bei der Entwicklung ihrer weiterführenden Schulen wollen Ahaus, Heek und Legden zusammenarbeiten. Foto: dpa Foto: picture alliance / Julian Strate

Ahaus ist traditionelle Schulstadt, in die auch viele Kinder aus Heek, Legden und Schöppingen gehen. Da macht es Sinn, gemeinsam zu planen. Das beweist schon die Tatsache, dass viele Eltern der Region sich für die Anne-Frank-Realschule in Ahaus entscheiden und diese aller Voraussicht nach bei Weitem nicht alle Kinder aufnehmen können wird, die sich im Februar anmelden. Auf der anderen Seite kämpft die Sekundarschule Legden-Rosendahl um Schüler, um dreizügig zu sein.

Nicht nur die Übergangsquoten in Sekundarschule und Realschule, auch die Veränderungen im Ganztag oder der angekündigte Wechsel an den Gymnasien von G8 zu G9 – es gibt viele Gründe. Werner Leuker, Beigeordneter machte jetzt im Schulausschuss in Ahaus deutlich: „Ohne Schulentwicklungsplan ist es nicht ohne Gefahr, in die falsche Richtung zu gehen“. Bei der Sitzung am vergangenen Mittwoch erläuterte dann Dr. Friedrich-Wilhelm Meyer, Inhaber des sozialwissenschaftlichen Beratungsunternehmens Gebit, das Vorgehen.

Jetzt geht’s um die Sekundarschulen

Bereits abgeschlossen sind die Pläne für die Primarstufe. Das Wissen um die Grundschulen bildet die Grundlage, wenn es jetzt um die Sekundarstufen I und II gehen wird. Es geht um die Prognosen der Schülerzahlen, aber auch um die Erhebung des Raumbedarfs. Inklusion, Integration, spezielle pädagogische Konzepte, das alles spielt in den einzelnen Schulen eine Rolle.

„Wir gehen in jede einzelne Schule, sehen, wie sie ihre Entwicklung wahrnimmt“, erläuterte Friedrich-Wilhelm Meyer. In Ahaus war sein Beratungsunternehmen schon unterwegs. In der kommenden Woche werden die Sekundarschulen in Heek und Legden folgen. Auch Elternbefragungen sind gegebenenfalls geplant. Unabhängig vom Anmeldeverhalten könnte so abgeklärt werden, welche Überlegungen Eltern dazu führen, sich für eine bestimmte Schule zu entscheiden.

Der Prozess soll in enger Abstimmung mit den drei Kommunen erfolgen. Dafür wurde eine interne Steuerungsgruppe mit den drei Vorsitzenden der Schulausschüsse, Beatrix Wantia (Ahaus), Elisabeth Voss (Heek) und Martina Schrage (Legden), gebildet.

Das Anmeldeverfahren im Februar wird noch in die Arbeiten einfließen. Der Bericht zur Schulentwicklungsplanung könnte im März oder April den politischen Gremien vorgelegt und dann präsentiert werden.

Treffpunkt Schule

Bereits zusammengearbeitet haben Schulen aus den drei Kommunen beim „Treffpunkt Schule“ am 18. November in der Stadthalle. Erstmals waren bei dieser Informationsveranstaltungen auch die Sekundarschulen Legden-Rosendahl und Heek dabei. „Es war ein guter Tag für die Eltern“, berichtetet Werner Leuker dem Ahauser Schulausschuss, „und das nicht nur aus Sicht der Eltern aus Heek und Legden.“ Sein Fazit: „Der Aufwand der Schulen hat sich gelohnt.“

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