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"Energiebedarf hebt Erzeugerpreise"

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"Energiebedarf hebt Erzeugerpreise"

<p>In Ottenstein (v. l.): Rudolf Enning-Harmann, Josef Osterhues, Ortslandwirt Ferdi Tübing, Dr. Peter Epgenhans und Ortsverbands-Vorsitzender Alois Voss. Spark</p>

Ottenstein Mit den Worten "Überall wird von boomenden Agrarmärkten gesprochen - die Schweinehalter haben nichts davon gesehen", begrüßte Vorsitzender Alois Voss in der Gastwirtschaft Abbing die Besucher der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Ottenstein. "Milch- und Getreidepreise sind gestiegen. Bei den gefallenen Schweine- und Ferkelpreisen und teureren Futterpreisen ist zurzeit aus er Schweinehaltung kein Gewinn zu erzielen", stellte Voss fest.

"Der Energiebedarf hebt die Erzeugerpreise" - für MdB Johannes Röring (CDU), Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Borken, steht fest, dass die Landwirtschaft und gerade die Veredelungsbetriebe eine gute Zukunft haben werden. Zwar gebe es in Deutschland, berechnet auf den innerdeutschen Verbrauch, einen Überschuss an Schweinefleisch. Die internationale Nachfrage sei aber derart gewachsen, dass ihr momentan nicht nachzukommen sei.

Skeptisch steht Röring der Energieerzeugung aus Getreide oder anderen landwirtschaftlichen Produkten gegenüber. Energieproduktion werde, weil sie zu teuer ist, nicht zu halten sein. Der richtige Weg sei die Getreide- und damit die Nahrungsmittelproduktion: "Der Acker muss geschützt werden." Anders sei der weltweite Nahrungsmittelbedarf nicht zu decken.

Milchquote zugekauft

Nach Aussage von Dr. Peter Epgenhans, Direktor der Landwirtschaftskammer Borken, haben die Landwirte des Kreises Borken im vergangenen Jahr so viel Milchquote gekauft wie nur noch Landwirte eines anderen Kreises in NRW. Dies werde sichtbar bestätigt durch vorgenommene oder beantragte Baumaßnahmen und zeige, "dass dort, wo Milch ist, Milch hinzukommt". Gleiche Tendenz bei der Schweinehaltung: Für Neubauten von Ställen für Sauenhaltung werden Kosten von 450 000 Euro angesetzt, für die von Milchviehställen etwa 200 000 Euro. Schweinebestände können beliebig vergrößert werden, bei der Milchviehhaltung setzt die Milchquote Grenzen. sp

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