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Bushaltestellen in Ahaus müssen barrierefrei werden

Frist läuft bis zum Jahr 2022

Ahaus Die Stadt muss bis zum Jahr 2022 alle Bushaltestellen barrierefrei gestalten. Das ist eine ziemliche Aufgabe.

Frist läuft bis zum Jahr 2022

Das Personenbeförderungsgesetz schreibt vor, dass bis zum Jahr 2022 alle Haltestellen in einer Kommune barrierefrei sein sollen.

Für die meisten Verkehrsteilnehmer ist es ein Leichtes, sich im täglichen Straßenverkehr fortzubewegen. Der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder für alle anderen Erledigungen ist unkompliziert, wenn man das Auto nutzen kann. Diesen Luxus können oder wollen sich nicht alle Menschen leisten. Manche steigen aus ökologischen Gründen auf Bahn oder Bus um. Auch für manch ältere Ahauser mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer kann eine Fahrt zum Problem werden.

Gesetzesvorgaben

Dieses Problem soll ein Gesetz aus dem Weg räumen: das Personenbeförderungsgesetz (PBefG). Darin heißt es nämlich, dass bis zum Jahr 2022 alle Haltestellen in einer Stadt oder Gemeinde barrierefrei sein sollen. Barrierefrei bedeutet, dass alle Menschen ohne Probleme in die Busse ein- und aussteigen können. Bei der Vielzahl unterschiedlicher körperlicher und geistiger Einschränkungen und Behinderungen stellt diese Forderung die planenden Behörden aber vor Probleme.

Die Stadtverwaltung Ahaus beschäftigt sich aktuell mit der Planung des Um- und Ausbaus, teilt Stadtsprecherin Anna Reehuis auf Anfrage der Münsterland Zeitung mit. Die Verwaltung bereite sich auf die Umsetzung des neuen Gesetzes vor. „Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung wird gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Bereich Straßenbau und Straßenverwaltung intensiv in die Planungen einsteigen.“ Konkrete Daten zu den Haltestellen, zu den Kosten und den baulichen Maßnahmen liegen im Rathaus jedoch noch nicht vor.

„Neue Haltestellen, wie zum Beispiel an der Fuistingstraße, werden direkt barrierefrei angelegt“, erklärt Anna Reehuis. Zum Einsatz kommen beispielsweise sogenannte taktile Steine. Diese Steine sind mit Rillen oder Noppen versehen und können mit dem Langstock oder den Füßen deutlich ertastet werden.

Dadurch werde gewährleistet, dass sich sehbehinderte und blinde Menschen anhand der verschiedenen Oberflächen orientieren können. Durch eine Gestaltung der Hochbordführung sei auch für Rollstuhlfahrer ein barrierefreier Zugang zum Bus möglich.

Mehr Mobilität

Sybille Großmann, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ahaus, begrüßt das neue Personenbeförderungsgesetz. „Auch wenn Barrierefreiheit weit mehr bedeutet als Rampen oder abgesenkte Bordsteine – barrierefreie Haltestellen ermöglichen allen Menschen mehr Mobilität und damit mehr Teilhabe am öffentlichen Leben. Ein Alltag ohne Barrieren nutzt allen: älteren Menschen, kleinen Kindern, Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern, blinden oder hörgeschädigten Menschen.“

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