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Brennelemente-Zwischenlager

GNS wartet noch auf Genehmigung für neue Schutzmauer

AHAUS Der Baubeginn für die geplante Schutzmauer am Brennelemente-Zwischenlager steht noch nicht fest. Anderslautende Medienberichte wonach bereits in den nächsten Wochen die ersten Bagger anrollen werden, bestätigte Burghard Rosen, Pressesprecher der Betreibergesellschaft GNS, am Mittwoch nicht. "So weit sind wir noch nicht", so Rosen.

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Die Mauer rund um das Zwischenlager soll den dort eingelagerten radioaktiven Müll zusätzlich zu den bisherigen Schutzmaßnahmen vor Angriffen schützen.

Noch herrscht Ruhe rund um das Brennelemente-Zwischenlager. Bis die ersten Bagger für den Bau der neuen Schutzmauer anrollen, dauert es noch. Aktuell liegen die Genehmigungen noch nicht vor.

Zurzeit seien die Genehmigungen für den Bau noch nicht eingetroffen. "Wir hoffen, dass die in den nächsten Wochen eintreffen werden", sagt Rosen. Aber auch danach könne nicht direkt vom Baubeginn gesprochen werden: "Ob dann die Bagger direkt anrollen, ist nicht klar", so Rosen. "Die gesamten Arbeiten müssen ja auch nach der Genehmigung erst einmal ausgeschrieben werden", erklärt er.

Das sei jetzt noch nicht möglich. Denn: Aktuell wisse man ja noch nicht einmal, was genau in der baurechtlichen und der atomrechtlichen Genehmigung stehen würde. Erst danach könne man den eigentlichen Bau der Schutzmauer vorbereiten. Doch selbst wenn die Arbeiten beginnen, werde nicht direkt sichtbar am BZA gebaut: Zunächst müssten erst einmal die geplanten Kerosinablaufkanäle in die Hallenwände gebohrt werden. Das geschehe von innen und sei von außen nicht zu sehen. Erst danach sollen die Vorarbeiten für die geplante, rund zehn Meter hohe Schutzmauer rund um das Atommüll-Zwischenlager beginnen.

Weit gefasster Zeitplan

Entsprechend weit gefasst ist aktuell noch der Zeitplan für die Arbeiten: Im ersten Quartal dieses Jahres soll die Genehmigung vorliegen. Bis zur Jahresmitte sollen die Kerosinkanäle fertig sein. Der Baubeginn für die Schutzmauer soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr liegen.

"Das war bisher immer unsere Planung und das ist auch noch so. Also nichts Neues", sagt Rosen. Die Pläne für den Bau der Schutzmauer rund um das BZA hatte die Betreibergesellschaft GNS 2012 vorgestellt. Durch das zusätzliche Bauwerk soll das Zwischenlager besser vor terroristischen Angriffen geschützt werden.

Ahaus nur zweite Option

Ebenfalls keine Neuigkeiten gebe es für den möglichen Transport ausgebrannter Brennelemente aus Jülich nach Ahaus: Die neu gegründete Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) verfolge weiterhin den Plan, die Brennelemente in die USA zu transportieren.

Sollte das nicht möglich sein, wäre das BZA in Ahaus die zweite Variante. "Weil das Lager in Jülich unverzüglich geräumt werden soll", erklärt Rosen. Der ebenfalls angedachte Neubau eines Zwischenlagers in Jülich würde demnach schlicht zu lange dauern. "Auch das ist aber bekannt", so Rosen.

Brennelemente aus Jülich

Das Forschungszentrum Jülich und die Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor (AVR) haben im vergangenen September die Jülicher Entsorgungsgesellschaft mbH (JEN) gegründet. Diese Gesellschaft ist für den Rückbau des AVR-Versuchsreaktors in Jülich und den Umgang mit den ausgedienten AVR-Brennelementen zuständig.

Im Zwischenlager der JEN in Jülich lagern 288 161 kugelförmige Brennelemente in 152 Castoren. Die AVR-Brennelemente stammen aus dem 1988 abgeschalteten AVR-Versuchsreaktor. Weitere Infos auch unter  www.avr-brennelemente.de

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Die Mauer rund um das Zwischenlager soll den dort eingelagerten radioaktiven Müll zusätzlich zu den bisherigen Schutzmaßnahmen vor Angriffen schützen.

Noch herrscht Ruhe rund um das Brennelemente-Zwischenlager. Bis die ersten Bagger für den Bau der neuen Schutzmauer anrollen, dauert es noch. Aktuell liegen die Genehmigungen noch nicht vor.

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