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Gas mit Hochdruck ins Salz

Graes/Epe Ein großer Tag auf einer großen Baustelle: Durch eine enge Dachöffnung schwebt an Drahtseilen hängend ein 22-Tonnen-Stahlkoloss in die Halle. Benjamin Bubner legt den Kopf in den Nacken und verfolgt gespannt die Millimeterarbeit: "Da kommt der Verdichter, das Herzstück unserer Anlage."

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Der Ingenieur und Projektsteuerer der Trianel-Gasspeicherbaustelle zwischen Graes und Epe erklärt: "Mit Hilfe eine 5000-PS-Motors wird der Verdichter künftig Erdgas in eine leere Salzkaverne, die etwa 1300 Meter unter der Eroberfläche liegt pumpen." Wie groß der Hohlraum ist? Bubner: "Sie könnten den Kölner Dom reinstellen." Oder in Zahlen: Die drei Salzkavernen, die die Trianelgasspeichergesellschaft - ein Zusammenschluss kommunaler Energieversorger und der Trianel - als Gasspeicher nutzen will, fassen 120 Millionen Kubikmeter Gas. Allein die drei Verdichtereinheiten, die dort installiert werden, kosten mehr als zehn Millionen Euro. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf über 100 Millionen Euro.

Die Gaseinspeisung über bereits vorhandene Pipelines der RWE und e.on-Ruhrgas soll für die Trianel am 1. Oktober 2007 beginnen. Ein Jahr später gehen die dann vollständig befüllten Gasspeicher in Betrieb. Der Einsatz eines Gasspeichers ermöglicht den beteiligten Stadtwerken, auf saisonale Schwankungen im Abnahmeverhalten schnell reagieren zu können, etwa bei Abnahmespitzen, die durch Kälteeinbrüche verursacht werden.

"Damit sichern sich zum ersten Mal kommunale Unternehmen den Zugang zum Speichermarkt und können sich im zunehmenden Wettbewerb des Gasmarktes besser positionieren", erklärt Trianel-Sprecher Sven Becker. gro www.trianel.com

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