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Internet mit-entdecken

Ahaus Die Anne-Frank-Realschule nutzte im Dezember ein besonderes Angebot der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen: Referent Johannes Wentzel vom Projektbüro des Adolf-Grimme-Instituts in Marl diskutierte mit interessierten Eltern der Jahrgangsstufe 7 das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen.

Für Kinder sei der Umgang mit Medien eine Selbstverständlichkeit, Computer und Internet gehörten heute selbstverständlich zum Alltag der Sechs- bis Dreizehnjährigen.

Besonders deutlich wurde auch an diesem Abend, dass Eltern sich heute einerseits zu Recht sehr darum bemühen würden, ihren Kindern durch die Computer- und Internetnutzung Zugang zu Bildungsinhalten zu verschaffen. Auf der anderen Seite würden sie aber erhebliche negative Konsequenzen befürchten durch übermäßigen Medienkonsum, jugendgefährdende Inhalte, Abzocke-Angebote, Mobbingverhalten auf bekannten Internet-Plattformen und in vermeintlich nichtöffentlichen Chaträumen.

Sehr unwohl und ratlos würden sich viele Eltern fühlen, wenn es darum gehe, die Computer- und Internetgewohnheiten der Sprösslinge zu durchschauen. Wentzel betonte, dass sinnvolle Mediennutzung mit Medienerziehung einhergehen müsse. Die könne nicht allein die Schule leisten, sondern ein wichtiger Ort dazu sei auch das Elternhaus.

Wer Medienkompetenz vermitteln wolle, müsse sich die Zeit nehmen, mit seinem Kind die Medienwelt - insbesondere Computer und Internet - zu entdecken und Medienerlebnisse gemeinsam zu verarbeiten: Dort wie auch sonst im Alltag müssten Wertfragen diskutiert und Werte vermittelt werden. Nur so könnten Kinder lernen, dass es im Internet und am Computer wie in fast jeder Stadt Bereiche gebe, die man zum eigenen Vorteil besser nicht aufsuche. Es sei zu hinterfragen, welche Inhalte von Computerspielen oder Internetseiten in einem bestimmten Alter - oder überhaupt - gut täten und dazu beitrügen, Kinder stark zu machen.

Ganz wichtig: Nicht alle Kinder seien im selben Alter in gleicher Weise in der Lage, Medienerlebnisse zu verarbeiten. Johannes Wentzel schloss mit der Feststellung: Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren könnten zweifellos auf einen eigenen Bildschirm im Kinderzimmer vollkommen verzichten.

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