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Kompass fürs Berufsleben

AHAUS "Was wäre denn Ihr Traumberuf?", fragt Berater Jochen Huesmann. "Regisseur oder auch Journalist", antwortet der Schüler sicher. "Aha, das passt ja zum Beruf des Dramaturgen", so Huesmann - eines von 92 Beratungsgesprächen im Rahmen eines Berufsorientierungstests am Alexander-Hegius-Gymnasium.

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Die elfte Jahrgangsstufe unterzog sich gestern ganztägig dem so genannten "Berufsnavigator", den der Rotary Club finanziert. Gespannte Ruhe und Nachdenklichkeit herrscht bei den Gymnasiasten zum Auftakt, als sie sich in jeweils 25 Sekunden per Knopfdruck und Fernbedienung gegenseitig und anonym nach 50 Merkmalen wie Ehrgeiz, Intelligenz oder Kompetenz bewerten.

Spontane Einschätzung

Von "überragend bis sehr schlecht" konnte da die spontan gedachte Benotung der Schulkameraden ausfallen. "Der erste Eindruck ist meistens der Richtige", gibt Techniker Uwe Tertin (Foto) von der Berufsnavigator GmbH Hamburg zu bedenken.

Ein Computer spuckt dann direkt ein individuelles Stärkenprofil aus, das im anschließenden Beratungsgespräch diskutiert wird und Anhaltspunkte für mögliche spätere Berufe gibt. "Jeder Mensch kann bis zu sechs verschiedene erfolgreich ausüben", schätzt Referent und Berater Hans-Jürgen Aeffke.

Zum Beispiel den des Dramaturgen, der bei einem der Elfer an erster Stelle steht. Jochen Huesmann informiert den Schüler jetzt über die Tätigkeit, Berufsaussichten, Verdienstmöglichkeiten und Einstiegschancen. In diesem "riskanten" Fall rät er, auch eine Ausbildung als Redakteur anzustreben.

Währenddessen notiert ein Mitschüler gegenüber sitzend die Empfehlungen des Fachmanns, der früher an der Uni Hamburg Studenten Tipps gegeben hat.

"Schuss Objektivität"

Der Unterschied zu anderen Tests dieser Art sei der "Schuss Objektivität durch die Eigen- und Fremdbewertung", so Jochen Theisen vom Rotary Club. Er sei aber "nur eine Unterstützung. Jeder ist für sich selbst verantwortlich", betont Aeffke.

Einen weiteren Effekt erhofft sich Lehrer Richard Schürmann. "Es gibt eine mangelnde Motivationslage, wenn der Schüler kein Ziel vor Augen hat." Jetzt aber könne die Lernbereitschaft steigen. tke

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