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Rund 500 Teilnehmer gedenken Opfer der Amokfahrt

Mahnwache in der Ahauser Fußgängerzone

Ahaus Rund 500 Teilnehmer versammelten sich am Dienstagabend am Mahner am Markt im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt von Münster.

Mahnwache in der Ahauser Fußgängerzone

Blumen und Kerzen zum Gedenken an den verstorbenen Ahauser Wolfgang H. und alle Opfer der Amokfahrt von Münster. Rund 500 Teilnehmer drückten am Dienstagabend ihr Mitgefühl aus. Foto: Markus Gehring

Andrea Hessel hatte auf der Facebook-Seite „Ahaus hilft“ zur Mahnwache aufgerufen. Und Ahaus setzte ein starkes Zeichen, wofür sich die Initiatorin bedankte. An die 500 Teilnehmer legten am Dienstag um 19 Uhr am Mahner in der Fußgängerzone Blumen nieder, zündeten Kerzen und drückten ihre Verbundenheit im gemeinsamen Gebet aus.

Sie alle gedachten der Opfer der Amokfahrt von Münster. Der Täter, der 48 Jahre alte Jens R. aus Münster, war am Samstagnachmittag in der Innenstadt mit einem Campingbus in eine vor dem Restaurant „Kiepenkerl“ sitzende Menschenmenge gefahren. Dabei kam der 65 Jahre alte Ahauser Wolfgang H. zu Tode, seine Ehefrau wurde schwer verletzt. „Sie kämpft noch um ihr Leben“, sagte Mathilde Fischer. „Ahaus ist tief betrübt“, erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin, die im Namen von Rat und Verwaltung einige Worte an die Teilnehmer sprach.

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„Es kann jeden treffen“


„Bestürzung. Betroffenheit. Dieses Unfassbare, dass es jeden Einzelnen treffen kann. Das hat sich am Samstag in Münster manifestiert.“ Das sagte Landrat Dr. Kai Zwicker, der auf Bitten von Andrea Hessel zu den Teilnehmern sprach. „Es hätte auch Städte wie Ahaus, Gronau oder Bocholt treffen können.“ Sein Mitgefühl und das aller Anwesenden gelte den Angehörigen des Verstorbenen und allen Opfern. „Es ist für alle ein großer Schock. Viele kannten den Verstorbenen.“ Wolfgang H. war langjähriger Lehrer an der Fridtjof-Nansen-Realschule in Gronau. Es sei wichtig, ein Zeichen der Anteilnahme zu setzen. Kai Zwicker: „Auch dabei steht Ahaus zusammen.“ Ähnlich formulierte es die CDU-Landtagsabgeordnete Heike Wermer.

Bei der Amokfahrt kam neben Wolfgang H. noch eine 51-jährige Frau aus Lüneburg zu Tode, rund 20 Menschen erlitten Verletzungen, drei Personen schwebten auch am Dienstag noch in Lebensgefahr. Jens R. erschoss sich nach der Tat.

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