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Ottensteiner Feuerwehr-Musikzug im Dortmunder Tatort

Musiker wird am Filmset zum Kettenraucher

Ottenstein/Dortmund Wenn Ende des Jahres der nächste Tatort aus Dortmund im Fernsehen läuft, sind neben den Kommissaren auch Mitglieder des Ottensteiner Feuerwehr-Musikzuges zu sehen. Obwohl die Ottensteiner nur als Komparsen in einer Szene mitspielen, hatten sie am Set gut was zu tun.

Musiker wird am Filmset zum Kettenraucher

Die Komparsen vom Feuerwehr-Musikzug Ottenstein hatten viel Spaß beim Tatort-Dreh. Hier sieht man sie zusammen mit Hauptkommissarin Martina Bönisch alias Anna Schudt (Mitte). Foto: Privat

Gerade bauen die Musiker des Feuerwehr-Musikzuges Ottenstein ihre Notenständer und Instrumente auf. Alle hoffen auf ein schönes Freiluftkonzert, doch dann der Schreck: die Polizei muss den ganzen Park evakuieren. Diese Szene wird wohl im nächsten Dortmunder Tatort zu sehen sein. Unter dem Titel „Zorn“ soll er Ende 2018 ausgestrahlt werden. Mit dabei sind 15 Musiker aus Ottenstein. „Am 7. März hat uns der zweite Regieassistent Robin Schu kontaktiert und gefragt, ob wir Interesse hätten, für eine Szene als Komparsen beim Tatort mitzuspielen“, erzählt Manfred Schnell, zweiter Vorsitzender des Musikzuges. Schriftführerin Ute Lefering ergänzt: „Der hat uns übers Internet gefunden und fand unsere Uniformen so schön adrett.“

Diese Chance ließen sich die Musiker natürlich nicht entgehen. Schon eine Woche später, am Mittwochmorgen, ging es für die Gruppe mit dem Bus zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Dort wurde den Musikern erklärt, wo sie stehen und was sie machen sollen. Außerdem mussten Markenlogos auf den Schuhen und der großen Trommel abgeklebt werden, damit keine Schleichwerbung gemacht wird.

Immer wieder dieselbe Szene

Dann ging es auch schon an die Arbeit. Und die war für manche härter als gedacht. So musste ein Mann aus der Gruppe bei jedem Take eine neue Zigarette anzünden und daran ziehen – bei so vielen Takes nicht gerade angenehm.

„Wir waren ganz professionell, aber die Schauspieler haben sich immer verhaspelt“, scherzt Hornspieler Carsten Kohen. Also musste die Szene wieder und wieder gedreht werden. Dabei hat der Kameramann die Ottensteiner von allen Seiten gefilmt. Sogar eine Drohne ist noch einmal über das Set geflogen und hat Aufnahmen gemacht. „Als dann die Kommissare gekommen sind, mussten wir so tun, als wenn wir uns erschrecken“, erzählt Trompeter Josef Mönning.

Von der Nähe zu den Hauptdarstellern waren die Musiker besonders begeistert. Denn die hätten sich ganz normal unter die Leute gemischt.

Musiker wird am Filmset zum Kettenraucher

Das Dortmunder Tatort-Team (v.l.): Die Schauspieler Jörg Hartmann (Peter Faber), Anna Schudt (Martina Bönisch) und Aylin Tezel (Nora Dalay). Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe

Allzu lange konnten sich die Ottensteiner die Promis aber nicht angucken, schließlich mussten sie ja selbst in ihren Rollen bleiben. „Immer wenn von der Regie die Aufforderung ‚Komparsen bitte!‘ kam, mussten wir loslegen“, sagt Ute Lefering. Sie wird in der Szene von einer Schauspielerin gegrüßt, die eine Bürgerin verkörpert.

Aber die Musiker mussten nicht nur ihre Instrumente aufbauen, rauchen und hier und da jemanden grüßen. Es wurde auch noch richtig actionreich, als die Ottensteiner bei der Evakuierung mit ihren Instrumenten wegrennen mussten. Die Gruppe des Feuerwehr-Musikzugs Ottenstein ist sich einig: „Das war mal ein Erlebnis!“

Spur führt zu einem Reichsbürger

Aber warum muss der Park überhaupt evakuiert werden? Nur so viel darf verraten werden: Die Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und der Neue Jan Pawlak (Rick Okon), der auch schon in der letzen Dortmunder Folge als verdeckter Ermittler zu sehen war, ermitteln im Mordfall um einen ehemaligen Bergmann.

Dabei kommen sie mit den Arbeitskollegen des Opfers in Kontakt, die sich im Zuge des Strukturwandels im Ruhrgebiet im Stich gelassen fühlen. Denn auf dem Zechengelände soll nun ein Freizeitpark eröffnet werden. Doch die Spur führt auch in andere Richtungen, unter anderem zu einem Reichsbürger...

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