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Auswahlverfahren

Neue Kita an der Ikemannstraße geplant

AHAUS An der Ikemannstraße soll ein Drei-Gruppen-Kindergarten entstehen. Dabei ist in einem Auswahlverfahren nur noch ein möglicher Träger übrig geblieben.

Neue Kita an der Ikemannstraße geplant

Im Baugebiet „Hoher Kamp West“ an der Ikemannstraße soll ein Drei-Gruppen-Kindergarten gebaut werden.

Kurze Beine, kurze Wege – davon werden in naher Zukunft die Kindergartenkinder im Baugebiet „Hoher Kamp West“ (Abschnitt 2) profitieren. Ab dem Kindergartenjahr 2019/20 ist für ein bedarfsgerechtes Angebot ein zusätzlicher Drei-Gruppen-Kindergarten in Ahaus vonnöten. Entstehen soll die Einrichtung in besagtem Baugebiet an der Ikemannstraße. Es gibt auch schon einen möglichen Träger für die Einrichtung: die Elterninitiative Montessori Kinderhaus „Die kleinen Strolche“. Die Initiative am Wittenkamp ist die älteste ihrer Art in Ahaus.

„Unser Kinderhaus bereichert seit nunmehr 40 Jahren die Ahauser Bildungslandschaft“, heißt es in einem Schreiben des Montessori Kinderhauses (einer Zwei-Gruppen-Einrichtung) an die Stadt Ahaus. Nora Fischer, die Leiterin des Kinderhauses, und Sebastian Nißing, Vorstand der Elterninitiative, werden in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Montag, 29. Januar, um 19 Uhr im Rathaus das Konzept der neuen Kindertagesstätte vorstellen. Zudem wollen sie über ihre Motivation berichten, warum ihr Verein die Trägerschaft übernehmen möchte. Vor allem Letzteres dürfte die Ausschussmitglieder interessieren. Denn: Die Elterninitiative ist in einem Auswahlverfahren als einziger potenzieller Träger nach einer Abfrage der Stadtverwaltung übrig geblieben.

Die Stadt hatte alle bekannten anerkannten Träger der freien Jugendhilfe abgefragt und dabei für die Trägerschaft der neuen Einrichtung eine Bedingung gestellt: Der Träger muss aufgrund der in Ahaus bestehenden Regelungen den gesetzlichen Trägeranteil übernehmen. In der Vorlage zur Sitzung heißt es dazu: „Einige Träger lehnen grundsätzlich eine weitere Übernahme von Trägerschaften ab, andere verlangen eine 100-prozentige Übernahme des Anteils.“

Hintergrund: Bislang gewährt die Stadt Ahaus aufgrund des Beschlusses des Jugendhilfeausschusses vom 28. August 2008 den kirchlichen Trägern einen freiwilligen Zuschuss zur Finanzierung der Zusatzplätze. Dieser Zuschuss beträgt derzeit rund 50 Prozent des Trägeranteils. Zwecks Gleichbehandlung erhalten die freien Träger einen vergleichbaren Zuschuss. Für die örtlichen Elterninitiativen – wie das Montessori Kinderhaus – gibt es einen freiwilligen Zuschuss in Höhe des gesetzlichen Trägeranteils. Dieser Zuschuss beträgt derzeit insgesamt 550.000 Euro jährlich.

Investorenmodell

An der Ikemannstraße ist laut Bebauungsplan eine Fläche für einen Drei-Gruppen-Kindergarten vorgesehen. Laut Verwaltung ein idealer Standort für Familien in den neu entstehenden Baugebieten „Hoher Kamp West“ (2), „Alte Weiden“ und „Wüllen Nord“. Allerdings gehört die dafür vorgesehene Fläche nicht der Stadt Ahaus. Der Eigentümer des Grundstücks hat laut Vorlage der Verwaltung Interesse, den Neubau als Investorenmodell zu errichten. Bei solchen Modellen werden die Gebäude von einem privaten Unternehmen (Investor) auf eigene Rechnung geplant und errichtet und dann vermietet. Vorgesehen ist eine Einrichtung mit bis zu 57 Kindergartenplätzen.

Wir haben schon früh Interesse bekundet, dass wir uns vergrößern möchten“, erklärte Nora Fischer am Freitag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung mit Blick auf die mögliche Trägerschaft einer neuen Kita. Doch erst einmal sei das Votum des Ausschusses abzuwarten.

Die Elterninitiative würde sich freuen, den Zuschlag zu bekommen, sagte Nora Fischer. „Die Mitgliederversammlung und das pädagogische Team haben sich positiv für die Trägerschaft einer weiteren Einrichtung ausgesprochen.“ Neben der Verbreitung des Grundgedankens der Montessori-Pädagogik – „Hilf mir, es selbst zu tun“ – erhalte die Initiative nicht zuletzt ein weiteres finanzielles Standbein.

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