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Arbeiten in St. Mariä Himmelfahrt

Neue Pfeifen für die Königin der Instrumente

Ahaus Die Firma Fleiter aus Münster baut in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt eine neue Kirchenorgel ein. Die Dimensionen sind beeindruckend.

Neue Pfeifen für die Königin der Instrumente

Ende Januar ist der Orgelbau abgeschlossen. Foto: FOTO: Christian Boedding

Noch ist von der „Königin der Instrumente“ in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt nicht viel zu sehen. Das wird sich in den kommenden Wochen aber deutlich ändern. Mitarbeiter der Orgelbaufirma Fleiter aus Münster bauen dort gerade die neue Kirchenorgel ein. Diese Arbeit gleicht einem Puzzle aus mehreren tausend Teilen, schließlich müssen allein 2600 Orgelpfeifen an die richtige Stelle. Das größte Exemplar, eine Prospektpfeife ist fast sieben Meter lang.

Dabei ist die „neue“ Kirchenorgel nicht komplett neu, denn es handelt sich zu einem Teil auch um eine Orgelzusammenführung. „In der Kirche standen ja zwei Orgeln, eine neben der Turmkapelle und eine weitere neben dem Altar“, erklärt am Montag Marc Klein-Günnewick, Verwaltungsreferent der katholischen Kirchengemeinde. Der Einbau einer neuen Orgel war im Zusammenhang mit der Sanierung des Kirchenraums (2016) beschlossen worden.

Elektronik in der Orgel

„Die beiden Orgeln hatten einen mageren Klang“, macht Kirchenmusiker Gijs von Schoonhoven deutlich. „Mit dem neuen, breiten Klang der Kirchenorgel kann der Kirchenraum gefüllt werden.“ Einige Register – Pfeifen mit derselben Klangfarbe – kommen hinzu, bestehende Pfeifen werden neu intoniert. „Die Technik ist aber komplett neu“, deutet Gijs van Schoonhoven auf den Spieltisch mit den drei Manualen. Dass eine ganze Menge Elektronik in der Kirchenorgel steckt, wissen Eberhard Hilse und Stefan Linke von der Firma Fleiter nur zu gut. „4096 Speicherplätze stehen für die Registrierung zur Verfügung“, sagt Stefan Linke.

Der Einbau der neuen Orgel startete am 6. November. „An Weihnachten ist schon einiges spielbar“, berichtet Gijs van Schoonhoven. Endgültig abgeschlossen ist der Orgeleinbau voraussichtlich Ende Januar. Bis dahin sind sämtliche Orgelpfeifen intoniert, eine Arbeit, die sich über einige Wochen hinziehen wird. Der Kirchenmusiker freut sich auf sein neues „Spielgerät“. „Ich durfte bei der Firma Fleiter schon ein paar Töne darauf spielen. Sie klingt unglaublich viel besser im Vergleich zu den beiden alten Orgeln. Das ist klanglich eine völlig neue Welt.“ Gespannt auf den neuen kirchenmusikalischen Genuss ist auch Pfarrer Heinrich Plaßmann. „Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es hier klingen wird. Von daher überwiegt jetzt die Spannung noch die Freude. Die Freude kommt, wenn die Spannung sich auflöst.“

Klangbild

Wie die Orgel klingen wird, das erklärt Orgelbaumeister Stefan Linke so: „Fleiter klingt nach Fleiter.“ Die Zeiten, in denen versucht worden sei, Stilkopien zu machen, seien zum Glück vorbei. Mal sollte eine neue Orgel klingen wie eine Barockorgel, mal wie eine romantische Orgel. Stefan Linke: „Man sollte den Orgelbauern das eigene Klangbild lassen.“ Gijs van Schoonhoven und Stefan Linke einigen sich darauf, dass die Ahauser Orgel als Universalorgel bezeichnet werden könne. Die Bandbreite der darauf spielbaren Orgelliteratur sei groß. Stefan Linke: „Wir geben Ihnen das Handwerkszeug an die Hand, Musik machen müssen Sie damit.“ Rund 450.000 Euro kostet die neue Orgel. Einen Teil der Summe trägt das Bistum Münster. Der größere Teil wird von der Kirchengemeinde getragen und stammt auch aus Spenden.

Patenschaft für Orgelpfeife

Zur Finanzierung der neuen Orgel bietet die Kirchengemeinde an, für einzelne Orgelpfeifen gegen eine finanzielle Spende eine Patenschaft zu übernehmen. Dazu gibt es eine Urkunde, in der die Orgelpfeife benannt und die Patenschaft bestätigt wird.

Eine Patenschaft kann zum Beispiel ein Geschenk zur Erinnerung an die Taufe oder die Erstkommunion sein. Infos gibt es im Pfarrbüro der Kirchengemeinde, Marienstraße 5.

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