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Ostholthoff: In Ahaus lässt sich vieles bewegen

Ahaus Nicht nur mit seiner Liebe zu Rom hatte Michael Ostholthoff eine ansteckende Wirkung: Der katholische Seelsorger hat in seinen drei Jahren als Kaplan in der Ahauser Mariengemeinde viele Menschen für Kirche begeistern können - vor allem junge.

Kein Wunder, lag doch einer der Schwerpunkte seines Wirkens in der Jugendarbeit. Doch auch darüber hinaus hat der 31-Jährige mit seinem offenen Wesen Zugang zu vielen Gemeindemitgliedern gefunden. Jetzt endet seine Zeit als Kaplan: An diesem Wochenende verabschiedet er sich in den Gottesdiensten in Ahaus.

Eine Station auf seinem Lebensweg, die auch ihm viel Neues gegeben hat. So bekennt er freimütig, dass er sich zunächst an den Rollenwechsel gewöhnen musste, nachdem er seinen Dienst in Ahaus angetreten hat: "Plötzlich ist man immer auch der Kaplan." Eine Bürde? "Nein, ich habe das gern angenommen." Und gerade in der Arbeit mit den Jugendlichen habe sich schnell ein unverkrampfter Umgang miteinander entwickelt. So ist es ihm gelungen, über seine Lehrtätigkeit einen Kreis junger Menschen zu initiieren, die sich für das Studium der Theologie oder ein kirchliches Amt interessieren.

Als er vor drei Jahren nach dem Studium in Rom zum Dienst in der Seelsorge berufen wurde, brachte er mit dem Blick von außen auch manche Befürchtung mit sich - und freut sich heute darüber, durch die Wirklichkeit in der Gemeinde eines Besseren belehrt worden zu sein: "Ich habe schnell erkannt, dass sich hier wirklich viel anstoßen und bewegen lässt."

Das schließt nach seinem Verständnis auch jene mit ein, die eher kirchenfern sind: "Gerade dann müssen wir einladend sein, nicht arrogant. Sonst endet Kirche als elitäres Häufchen."

In Münster wirkt Ostholthoff künftig in der Diözesanstelle "Berufe der Kirche", parallel dazu will er promovieren. Was er aus Ahaus mitnimmt? "Viele positive Erfahrungen." Auch die, sich im Seelsorgeteam menschlich immer gut aufgehoben gefühlt zu haben. to

Gelegenheit zur Verabschiedung von Kaplan Ostholthoff besteht am heutigen Samstag bei einem Empfang, der nach dem 18 Uhr-Gottesdienst im Pfarrgarten stattfindet.

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