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Volksbank-Neubau wieder in der Diskussion

Stellplatzfrage an der Volksbank wird später geklärt

Ahaus Das Volksbank-Gelände gehört zu den markanten Punkten in der City. Doch wie viel Sachverstand ist nötig, um über einen Neubau zu beraten?

Stellplatzfrage an der Volksbank wird später geklärt

Das Volksbank-Gebäude soll Platz machen für ein Wohn- und Geschäftshaus. Foto: Markus Gehring

Die Umgestaltung des Volksbankgeländes in der Fußgängerzone ist einen großen Schritt vorangekommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Mittwochabend mehrheitlich den Planentwurf für ein neues Wohn- und Geschäftshaus abgenickt. Damit ist die äußere Gestaltung des Neubaus weitgehend klar (wir berichteten). Dazu gehören auch Abweichungen von der Gestaltungssatzung der Stadt. Dabei ging es in der Sitzung aber nicht nur um „Oberflächliches“. Angesprochen wurde auch das Thema Tiefgarage und wie viele Stellplätze für den Neubau vorgehalten werden müssen.

„Verstöße“ gegen die Gestaltungssatzung

Der Ausschussvorsitzende Andreas Dönnebrink (SPD) hatte schon in der Dezember-Sitzung des Rates „Verstöße“ gegen die Gestaltungssatzung ausgemacht. Am Mittwoch wiederholte er seine Kritik. So sei der Neubau zum Beispiel hinsichtlich der Gestaltung der Fenster im Obergeschoss nicht satzungskonform. Dönnebrink regte an, den Entwurf dem Gestaltungsbeirat der Stadt vorzulegen. Dass dieses Gremium installiert wird, hatte der Ausschuss im Tagesordnungspunkt zuvor beschlossen. Dem neuen Gestaltungsbeirat werden fünf Experten aus den Bereichen Städtebau und Architektur angehören. Allerdings wird sich das Gremium zur konstituierenden Sitzung wohl erst kurz vor der Sommerpause treffen. Von der Verwaltung kam der Hinweis, dass sich der Beirat zudem erst in die Ahauser Materie einarbeiten müsse. Ausschussmitglieder befürchteten deshalb einen zu großen Zeitverlust für die Investoren.

„Wir sollten es nicht zu eilig haben“, entgegnete Andreas Dönnebrink. Der Ausschuss habe nicht die Fachkompetenz eines Gestaltungsbeirates. Dieser Argumentation folgte die große Mehrheit des Ausschusses nicht. Die Abweichungen von der Gestaltungssatzung wurden für vertretbar gehalten. Die Frage der für den Neubau vorzuhaltenden Stellplätze in der Tiefgarage hatte die Ahauser Politiker in den vergangenen Monaten mehrfach beschäftigt. Sind es nun 36, wie ein Stellplatzgutachten belegt – oder sind es doch deutlich mehr – wie von einigen Politikern gefordert?

Stellplatzfrage wird erst mit dem Bauantrag ein Thema

Eine Antwort wird die Verwaltung geben. „Die Frage, wie viele Stellplätze notwendig sind, spielt im jetzigen Verfahren keine Rolle“, erklärte Beigeordneter Georg Beckmann am Donnerstag im Gespräch mit der Redaktion.

Die Anzahl sei im vorhabenbezogenen Bebauungsplan nicht festgesetzt, da sie von der Nutzung des Gebäudes abhängig sei. Werde der Bauantrag eingereicht, sei der Stellplatznachweis zu führen. Dieser werde dann im Rathaus geprüft. Georg Beckmann: „Es handelt sich um ein Geschäft der laufenden Verwaltung.“ Die politischen Gremien seien nicht beteiligt. Das vorliegende Stellplatzgutachten sei so zu werten, wie sich der Investor die Lösung der Parkplatzfrage vorstelle. Georg Beckmann: „Aber erst muss der Bauantrag kommen.“ Von diesem sei die konkrete Anzahl an Parkplätzen abhängig. „Dabei spielt zum Beispiel eine Rolle, wie viele Wohnungen geschaffen werden und wie viel Büronutzung es geben wird.“

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