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Am Beispiel der Bienen

CASTROP-RAUXEL "Es ist schlimm, wie mit der Umwelt umgegangen wird", sagt Wilhelm Erdmann. Der Chef des Imkervereins meldet sich im Rahmen unserer Umwelt-Serie zu Wort.

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Wie kommen Sie zu Ihrer Einschätzung?Erdmann: Mir ist da besonders eine Geschichte im Gedächtnis geblieben. An einem Infostand bei einer Kirchengemeinde hatte ich einen Schaukasten. Ein vier, fünf Jahre altes Kind öffnete ihn und die Mutter reagierte ganz entsetzt, dass die hinter einer Scheibe geschützten Bienen tatsächlich leben. Ich will damit verdeutlichen, dass der natürliche Umgang mit dem, was unsere Umwelt ausmacht, vielfach verloren gegangen ist.

Was treibt denn Ihren Imkerverein speziell um?Wir wollen stärker in die Öffentlichkeit gehen und mithelfen, unsere Mitbürger zu sensibilisieren, wie wichtig Umwelt ist. Wir machen das natürlich gerne am Beispiel der Bienen fest. Lassen wir mal dahingestellt, ob der Einstein zugeschriebene Satz tatsächlich von ihm stammt, auf jeden Fall verdeutlicht er den Stellenwert der Biene im Ökosystem.

Wie lautet denn der Satz?Wenn die Bienen von der Erde verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.

Wie sieht es denn um die Bienen in unserer Stadt aus?Wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Bienenvölkern die Bestäubung von Obst und Gemüse komplett abdecken. Nach unserer Leihbienen-Aktion vor zwei Jahren hatten wir innerhalb kurzer Zeit 27 neue Mitglieder in unserem Verein, sind jetzt 47 und in allen Stadtteilen vertreten.

Woran denken Sie, wenn Sie öffentlichkeitswirksamer handeln wollen?Wir wollen häufiger über unsere Arbeit berichten, und wir stehen nach Absprache ja auch z.B. für Schulklassen und Kindergärten als Gesprächspartner zur Verfügung. Außerdem wollen wir Kontakt zum Grünflächenamt aufnehmen und einfach noch mal informieren, welche Pflanzen und Bäume besonders bienenfreundlich sind und sowohl von der Stadt als auch den Bürgern bei Neupflanzungen bevorzugt werden sollten.

Welche Negativ-Beispiele gibt es denn da?

Erdmann: Platanen, weil sie Windbestäuber sind. Außerdem Zypressen und Lebensbäume.

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