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Prozess in Dortmund

Angeklagter bestreitet Überfall auf Dealer in Habinghorst

Castrop-Rauxel Mit Schlägen und Tritten sollen zwei brutale Räuber im September 2017 einen Dealer in Habinghorst traktiert haben. Seit Dienstag beschäftigt der Fall das Dortmunder Landgericht. Die beiden Angeklagten sind jedoch weit davon entfernt, die Tat zu gestehen.

Angeklagter bestreitet Überfall auf Dealer in Habinghorst

Das Landgericht in Dortmund verhandelt derzeit einen Raubüberfall, der sich in Habinghorst ereignet hat. Foto: Dieter Menne

„Ich kann das gar nicht gewesen sein“, behauptete der mit 25 Jahren ältere Angeklagte. „An dem Tag lag ich krank bei meinen Eltern im Bett.“ Seine genaue Erinnerung an jenen 6. September 2017 begründete der Mann damit, dass seine Familie am Tag zuvor einen hohen religiösen Feiertag begangen habe. Nur deshalb sei ihm die Sache noch so gut im Gedächtnis.

Opfer hat ihn als Täter benannt

Das Problem des 25-Jährigen ist nur: Das Raubopfer, das bei dem Überfall rund 1000 Euro, eine teure Armbanduhr und eine Shisha einbüßte, hat ihn eindeutig als einen der Täter benannt. Und nachdem die Polizei ihn deshalb lange und ausführlich verhört hatte, hatte der 25-Jährige seine Beteiligung an dem Überfall tatsächlich auch gestanden.

Aussage wird vom Gericht bezweifelt

„Das habe ich aber nur gemacht, weil ich hoffte, so eine mildere Strafe zu bekommen“, ruderte der Angeklagte am Dienstag zurück. Den Vorsitzenden Richter Ulf Pennig überzeugte er damit allerdings nur wenig. „Wenn ich etwas nicht gemacht habe, sondern krank im Bett gelegen habe, dann erzähle ich der Polizei genau das und nichts anderes“, sagte der Jurist.

Der zweite Angeklagte hat sich noch gar nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Richter werden also zahlreiche Zeugen vernehmen müssen.

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