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Auf der Welle schwimmen

CASTROP-RAUXEL Das Kunststück ist vollbracht – Deutschlands Fußballfrauen haben am Sonntag ihren WM-Titel verteidigt. Und der Erfolg im fernen China hilft auch dem Frauenfußball in Castrop-Rauxel.

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"Unser Sport wird immer populärer", glaubt Sabrina Pitschner (r.), Spielführerin von Wacker Obercastrop und hier im sportlichen Zweikampf.

Die DFB-Frauen sind souverän Fußball-Weltmeister geworden. Eine Chance auch für Frauen-Teams aus Castrop-Rauxel?

Dieser Meinung sind zumindest die Verantwortlichen der hiesigen Frauenmannschaften. „Das gibt sicherlich einen ordentlich Schub“, hofft Werner Lindenblatt auf Verstärkung für seine Eintracht aus Ickern und spendet Lob für die Leistung der DFB-Elf: „Das war ein hart erkämpfter Sieg gegen starke Brasilianerinnen.“

Umso größer war der Jubel nach dem Abpfiff: Trainer Lindenblatt hat zusammen mit seinen Mädels das Spiel im Clubhaus verfolgt. „Ein spannendes Finale.“

Nie am Titel-Gewinn gezweifelt hat Sabrina Pitschner. „Auch das 3:0 im Halbfinale war deutlich. Von wegen Angstgegner Norwegen“, sagt die Spielführerin von Wacker Obercastrop. Ihr Team war noch am Sonntag im Kreispokal knapp ausgeschieden. Trotzdem schauten sich einige Spielerinnen das WM-Finale direkt im Clubheim der Erin-Kampfbahn an. Pitschner: „Unser Sport wird immer populärer.“ Einen Riesenbeitrag dazu leiste natürlich der WM-Erfolg.

   Und für Andreas Wenzlawski, Betreuer der Frauen von Arminia Ickern, ist das noch zu wenig. „Es fehlt die Präsenz in den Medien. Die Damen hinken hinterher.“ Dabei sei der Final-Sieg hoch zu bewerten. „Die haben schließlich kein Gegentor im gesamten Turnier kassiert und erstmals den Titel verteidigt“, so Wenzlawski. Und glaubt an einen Anmelde-Schub: „Das wird sicherlich nicht so deutlich wie bei den Männern nach der WM 2006, aber da wird schon einiges kommen.“

Manfred Goerke, Geschäftsführer von SuS Pöppinghausen, glaubt auch an neue Gesichter im Castrop-Rauxeler Frauenfußball. „Wir suchen ja alle hier immer Verstärkung“, so Goerke. Davon könne man nie genug kriegen.

Frauenfußball ist gut aufgestellt

Jennifer Weiß, Spielertrainerin des SuS Merklinde, sieht den Frauenfußball in Castrop-Rauxel eh schon gut aufgestellt. „Drei neue Mannschaften sind in dieser Saison gestartet.“ In den letzten Jahren gehe es spürbar bergauf. „Der WM-Sieg ist noch mal ein Sprung nach vorn. Langsam müssen sich die Männer in Acht nehmen.“

Die Qualität im Frauenfußball nehme immer mehr zu, sagt Schwerin-Trainer Stefan Gönnewicht. „Das war ein taktisches Meisterstück“, analysiert er den WM-Erfolg. Das bringe den Frauenfußball nach vorn. „Wir schwimmen auf eine kleinen Euphorie-Welle.“

  

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"Unser Sport wird immer populärer", glaubt Sabrina Pitschner (r.), Spielführerin von Wacker Obercastrop und hier im sportlichen Zweikampf.

Die DFB-Frauen sind souverän Fußball-Weltmeister geworden. Eine Chance auch für Frauen-Teams aus Castrop-Rauxel?

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